Eintracht Braunschweig: Die Null steht auch gegen St. Pauli

Das Spitzenspiel des 7. Spieltages zwischen Eintracht Braunschweig und dem FC St. Pauli endete mit einer torlosen Punkteteilung, bei der beide Torhüter starke Leistungen zeigten. Die Hausherren enttäuschten vor allem in der ersten Halbzeit, hatten aber kurz vor dem Schlusspfiff die große Chance, den Spielverlauf auf den Kopf zu stellen und doch noch die drei Punkte einzufahren.

Die beste Nachricht für Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht war, dass sein Team es wieder schaffte, zu Null zu spielen. Das gelang zum vierten Mal in Folge. In den drei Spielen zuvor erzielte die Eintracht aber immer mindestens einen Treffer und fuhr somit neun Punkte ein. Diesmal musste man sich an der Hamburger Straße gegen den FC St. Pauli mit einem Zähler zufrieden geben.

Der war aufgrund der ersten Halbzeit etwas glücklich. Dort beherrschten die Gäste zum Großteil das Geschehen und waren deutlich näher dran an einer Führung als der BTSV. Den Hausherren gelang nach vorne wenig Zwingendes. „In der ersten Halbzeit gab es einige Spieler, die keine Normalform hatten“, bilanzierte Lieberknecht.

Ähnlich sah es auch Mittelfeldmann Ken Reichel: „Die erste Halbzeit ging klar an St. Pauli. Da hat uns Rafa im Spiel gehalten.“ Gemeint war Schlussmann Rafal Gikiewicz, der mehrere Chancen der Hamburger entschärfte, die größten in den Minuten 41 und 42, als der Pole innerhalb weniger Sekunden zwei Torschüsse von Marc Rzatkowski parierte und hauptverantwortlich dafür war, dass es ohne Tore in die Kabine ging. Bereits in der 17. Minute landete ein 16-Meter-Schuss von St. Paulis Waldemar Sobota an der Latte des Eintracht-Gehäuses – auch hier hatte Gikiewicz die Flugbahn des Balles mit den Fingerspitzen noch entscheidend abgelenkt. Von der Ballsicherheit und Passgenauigkeit der vergangenen Spiele war auf Seiten des BTSV wenig zu sehen.

In einem ausgeglichenen zweiten Durchgang stabilisierte Braunschweig die Defensive und kam mit zunehmender Spieldauer immer besser in die Partie. Das gipfelte in der Schlussminute, als es für die Heimfans im ausverkauften Eintracht-Stadion beinahe noch ein Happy End gegeben hätte. In der 90. Minute bot sich Orhan Ademi doch noch die Riesenchance zum 1:0. Der eingewechselte Schweizer kam nach Vorarbeit vom ebenfalls von der Bank gekommenen Jan Hochscheidt aus vier Metern frei zum Schuss. Doch Gäste-Torhüter Robin Himmelmann riss die Hände nach oben und rettete mit einem starken Reflex das Remis für seine Farben. Fast hätten sich die Einwechslungen von Trainer Lieberknecht erneut ausgezahlt und wie zuletzt beim FSV Frankfurt den Sieg beschert. Am Ende war es die Geschichte der beiden Torleute, die sich an diesem Sonntag Bestnoten verdienten.

Die Niedersachsen reisen bereits am Mittwoch zum noch sieglosen Aufsteiger nach Duisburg und haben dort die Chance, ihre Serie von ungeschlagenen Spielen auf fünf auszubauen.

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"