Eintracht Braunschweig: Probleme mit und ohne Ball

Das Auftaktmatch zur Rückrunde hat Eintracht Braunschweig mit 0:2 bei Tabellenführer RB Leipzig verloren. Die Treffer durch Emil Forsberg (24.) und Marvin Compper (30.) fielen in der ersten Halbzeit. Mit einer Überraschung hatten die Braunschweiger aus der Winterpause starten und bei Spitzenreiter Leipzig zumindest einen Punkt entführen wollen. Daraus wurde nichts, weil die Hausherren vor allem in Durchgang eins deutlich machten, warum sie die Tabelle der 2. Bundesliga anführen.

Die Gäste, die ohne ihren verletzten Kapitän Marcel Correia angereist waren, sahen sich fast ausnahmslos in der Defensive und damit beschäftigt, die Sachsen vom eigenen Tor fernzuhalten. Das gelang bei weitem nicht immer. Beim zweiten Gegentreffer sah zudem Schlussmann Rafael Gikiewicz nicht glücklich aus, als er einen Ball direkt vor die Füße von Compper faustete, der nur noch einschieben musste.

Nach einer herausragenden Hinrunde war dies der erste nennenswerte Patzer des polnischen Schlussmannes in dieser Saison im Eintracht-Gehäuse. Gleichwohl muss man ihm attestieren, dass er seine Klasse auch gegen das gewaltige Offensivspektaktel der Leipziger in den ersten 45 Minuten unter Beweis stellte und so sein Team vor einer höheren Niederlage bewahrte. So musste auch Trainer Torsten Lieberknecht attestieren: „RB Leipzig war in allen Bereichen die bessere Mannschaft, das muss man neidlos anerkennen.“

Probleme mit und ohne Ball

Auch wenn sich die Eintracht in Halbzeit zwei öfter in der Offensive blicken ließ, geriet der Sieg der Heimelf nie mehr in ernsthafte Gefahr. Kapitän Ken Reichel brachte es nach dem Schlusspfiff auf den Punkt: „Grundsätzlich war das heute einfach zu wenig von uns.“ Rückkehrer Dominik Kumbela hatte die wohl beste Torgelegenheit, als er kurz nach der Halbzeit einen Kopfball nach einer Ecke denkbar knapp neben den Pfosten setzte. Danach wurden die Angriffsaktionen allerdings wieder rar. "Wir hatten sowohl im Spiel gegen den Ball als auch mit ihm unsere Probleme", bilanzierte Lieberknecht.

Damit blieben die Löwen auch im vierten Aufeinandertreffen mit den roten Bullen ohne Sieg. Der soll dann zwingend am nächsten Spieltag eingefahren werden. Am Sonntag geht es im ersten Heimspiel des neuen Jahres gegen Arminia Bielefeld. Was der Trainer von seinem Team gegen den Aufsteiger verlangt, der sich hervorragend in der Liga etabliert hat und mit 27 Zählern nur deren zwei hinter dem BTSV liegt, machte er bereits frühzeitig klar: „Ich erwarte zum Heimspiel frei aufspielende und selbstbewusste Löwen auf dem Platz."

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