Eintracht enttäuscht zum Hinrundenabschluss
Am 17. und damit letzten Spieltag der Hinrunde unterlag Eintracht Braunschweig im Montagabendspiel bei Fortuna Düsseldorf mit 0:1. Für das Tor des Tages sorgte Düsseldorfs finnischer Stürmer Joel Pohjanpalo (25.). In der 56. Spielminute sah Düsseldorfs Kapitän Karim Haggui die Gelb-Rote Karte. Was Torsten Lieberknecht von der Leistung seines Teams in den ersten 45 Minuten hielt, zeigte der Gäste-Coach deutlich, indem er zu Beginn des zweiten Durchgangs mit Emil Berggreen und Jan Hochscheidt gleich zwei frische Akteure für die Offensive auf den neu verlegten Rasen in der Düsseldorfer Esprit-Arena schickte.
Der Grund war klar: Wie in den vergangenen Wochen bereits des Öfteren zu beobachten, zeigte sich die Eintracht auch erneut schwach in der Durchschlagskraft nach vorne. Die Wechsel zeigten prompt Wirkung. Die Blau-Gelben starteten druckvoller und setzten die Defensive der Hausherren unter Druck. Dies zahlte sich zwar nicht unmittelbar in Toren aus, aber darin, dass man mehr als eine halbe Stunde in Überzahl agieren konnte. Denn Düsseldorfs Verteidiger Karim Haggui ließ sich binnen vier Minuten zu zwei Fouls hinreißen, die mit zwei gelben Karten geahndet wurden und damit im Platzverweis für den bundesligaerfahrenen Kapitän der Fortuna mündeten.
Bereits wenige Minuten zuvor hatte Joker Berggreen den Ausgleich auf dem Kopf, aber der Stürmer zielte zu ungenau. Was der Beginn eines Dauer-Sturmlaufs der Gäste hätte sein können, entpuppte sich als Ausnahme. Weitere zwingende Torchancen blieben in der Folge Fehlanzeige – bis zur dritten Minute der Nachspielzeit. Da hatte Salim Khelifi die beste Einschussmöglichkeit, aber er verzog aus gut acht Metern. Ansonsten wurde Düsseldorfs Schlussmann Michael Rensing zu wenig geprüft. „Um den Sechzehnmeterraum wurde es zu kompliziert. Nur in ein, zwei Situationen ist es uns gelungen, gefährliche Aktionen hervorzurufen“, analysierte ein sichtlich enttäuschter Torsten Lieberknecht die Niederlage.
„Wir waren vorne zu nervös“, suchte Gerrit Holtmann nach dem Schlusspfiff nach Gründen für die anhaltende Harmlosigkeit vor dem gegnerischen Tor. Deutlicher wurde da schon Braunschweigs Torhüter Rafal Gikiewicz: „Wir spielen fast eine Halbzeit elf gegen zehn, da müssen wir einfach mehr Torchancen herausarbeiten.
Nach der Hinrunde hat Braunschweig mit 14 Gegentreffern die stabilste Abwehr der 2. Bundesliga. Doch das war nach der dritten Niederlage aus den letzten vier Auswärtsspielen nur ein schwacher Trost für die Eintracht. Für die Niedersachsen startet die Rückrunde am kommenden Freitag in Sandhausen. Dort sinnt man nach dem überraschenden 1:3 im heimischen Stadion zum Saisonauftakt auf Revanche.