Eintracht etabliert sich im oberen Drittel

Anfang Oktober, zehn Spieltage sind absolviert und die Liga macht länderspielbedingt zum zweiten Mal eine Pause. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat sich Eintracht Braunschweig im Spitzenfeld der Liga etabliert. Platz vier mit 17 Punkten lautet die Bilanz des BTSV nach zehn Spielen. Ein akzeptabler Wert, wenn man sich vor Augen führt, dass die Niedersachsen nach drei Spieltagen mit nur einem Zähler auf dem vorletzten Tabellenplatz rangierten. Seitdem hat die Eintracht eine beeindruckende Serie gestartet, die lediglich von der Niederlage gegen Greuther Fürth (0:1) am 9. Spieltag unterbrochen wurde. Ansonsten sammelte man starke 16 Zähler in den letzten sieben Partien.

Einer der auffälligsten Spieler in diesem Zeitraum war Mittelfeldmotor Mirko Boland. Nun hat Trainer Torsten Lieberknecht das Problem, dass Boland außer Gefecht gesetzt ist. Der 28-Jährige verletzte sich im letzten Match gegen Union Berlin (2:0), das er mit zwei Toren fast im Alleingang entschied. Er zog sich einen Innenbandteilabriss im rechten Knie zu. Mit vier Treffern ist Boland gemeinsam mit Verteidiger Ken Reichel und Stürmer Emil Berggreen bester Schütze der Braunschweiger. Ihn zu ersetzen wird die Hauptaufgabe Lieberknechts in den nächsten Wochen sein. Wann genau Boland wieder zur Verfügung stehen wird, ist unklar.

Ohnehin musste sich Lieberknecht in den letzten Wochen vermehrt mit Verletzungssorgen plagen. Torjäger Berggreen erwischte es im Spiel gegen Greuther Fürth mit einer Schultereckgelenkssprengung ebenso wie Kapitän Marcel Correia (Muskelprobleme). Das führte in der Partie gegen Berlin sogar soweit, das Deniz Dogan, der Co-Trainer der U23-Mannschaft reaktiviert werden musste und auf der Bank Platz nahm. Zurückgreifen musste Lieberknecht auf den 35-Jährigen letztlich nicht. Immerhin: Sowohl Berggreen als auch Correia sollen nach der Länderspielpause wieder einsatzfähig sein.

Drei Spieler als Top-Torschützen

Dass die drei torgefährlichsten Spieler aus drei unterschiedlichen Mannschaftsteilen kommen, dokumentiert die Ausgeglichenheit und Unberechenbarkeit des Teams. Herzstück der Elf von Torsten Lieberknecht ist aber das Mittelfeld. Zehn Tore erzielten die Spieler um Boland, Salim Khelifi und Co. Damit gehören sie gemeinsam mit den Mittelfeldakteuren von Freiburg und Nürnberg zu den torgefährlichsten der Liga.

Leistungsschwankungen zeigten sich bisher zwischen Heim- und Auswärtsspielen. Zwar feierte die Eintracht am 5. Spieltag mit dem 6:0 gegen den Karlsruher SC den bislang höchsten Sieg der noch jungen Zweitliga-Saison vor eigenem Publikum, doch kassierte sie auch bereits drei Pleiten bei sechs Auftritten im Stadion an der Hamburger Straße. Das Auswärtsbilanz ist dagegen fast makellos. Drei Siege, ein Unentschieden und noch keine Niederlage brachten die Mannen um Kapitän Correia mit nach Hause. Nicht einmal ein Gegentor mussten die Löwen dabei hinnehmen. Das schaffte sonst kein Team in Liga zwei.

Da trifft es sich gut, dass es nach der Länderspielpause für die Lieberknecht-Elf  mit der Auswärtspartie beim kriselnden SC Paderborn weitergeht. Doch die Aufgabe erscheint auf dem Papier leichter als sie womöglich ist. Denn gerade erst tauschte der SCP den Trainer aus. Markus Gellhaus musste beim Bundesliga-Absteiger gehen. Der neue Übungsleiter René Müller wird gegen die Eintracht erstmals an der Seitenlinie stehen und versuchen, den Effekt eines Trainerwechsels in Punkte umzuwandeln.

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