Englische Woche: Arminia Bielefeld bleibt ein Rätsel
Der DSC Arminia Bielefeld empfängt am Dienstag in der englischen Woche der 2. Bundesliga den NRW-Rivalen aus Düsseldorf. Die Fortuna unterlag zwar zuletzt gleich in Serie vor heimischem Publikum, ist in der Fremde jedoch ein echter Brocken. Doch bevor sich die akut abstiegsbedrohten Arminen auf die Stärken und Schwächen des Gegners konzentrieren können, sollten die Spieler erst einmal ihre eklatanten Formschwschankungen korrigieren. Das 1:1-Remis bei den Würzburger Kickers am vergangenen Samstag war in allen belangen mehr als nur glücklich. Der Auftritt der Mannschaft erinnerte - auch unter dem neuen Trainer Jeff Saibene - viel zu oft an die Offenbarungen der Wochen zuvor.
Kein Torschuss, aber ein Tor
Eine Änderung hat es unter dem neuen Trainer jedoch gegeben. Das Schönreden seitens der Übungsleiter ist vorbei. Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel äußerte sich Saibene überaus deutlich:"Das einzig Positive ist der Punkt, den wir mitnehmen. Ansonsten war die Leistung ungenügend, spielerisch und kämpferisch." In der Tat bot sich den insgesamt 1500 mitgereisten Bielefelder Anhängern ein gruseliges Bild. Der DSC agierte zwar mit Ballbesitz, verlor das Spielgerät aber mehrfach in kritischer Position. So war das schön herausgespielte 1:0 der Kickers quasi schon absehbar. Auch in der Folge wurde es nicht besser. Soriano und Daghfous vergaben zwei Topchancen für die Heimelf. Der DSC blieb ohne Schuss aufs Tor und wurde nur nach einer Flanke von Hemlein kurz gefährlich. Nach dem Seitenwechsel verteidigten die Würzburger das Spiel problemlos bis zur 75. Minute. Erst danach wachten die Ostwestfalen auf und verbuchten zwei mehr oder minder gefährliche Abschlüsse von Voglsammer und Hartherz. Das Ausgleichstor in der Nachspielzeit bleibt wohl einfach unbeschreiblich. Das Glück der Arminen in dieser Szene dürfte für einige unglückliche Momente in der Saison aufgewogen sein. Die Zusammenfassung des Spiels brachte nach der Partie Mittelfeldmann Tom Schütz auf der DSC-Homepage: "Das war ein glücklicher Punkt, den wir aber gerne mitnehmen. Für mehr waren wir heute einfach zu schlecht. Wir haben die Bälle zu schnell hergeschenkt und waren nicht gut."
Ein Sieg ist beinahe Pflicht
Durch die Siege der Konkurrenz sind die Arminen nun wieder auf einem direkten Abstiegsplatz gelandet. Seltsamerweise ist der Abstand zum rettenden Ufer bzw. zum unteren Mittelfeld der Tabelle kleiner geworden. Somit ist ein Dreier vor heimischem Publikum gegen die Rheinländer definitiv Pflicht. In der heimischen SchücoArena zeigen die Blauen in dieser Saison durchaus ansprechendere Leistungen als in der Fremde. Doch ob das gegen das Team von Friedhelm Funkel reichen wird? Im Hinspiel gingen das Team vom damaligen Trainer Rüdiger Rehm sang und klanglos mit 0:4 unter. Es war das Ende von Rehm als Trainer der Mannschaft und nur wenig ist seither konstanter geworden. Trotz aller Fragezeichen vor dem Spiel gegen die Fortunen bleiben die Fakten unverändert. Von Platz 15 bis Platz 18 ist für den DSC an diesem Spieltag wieder alles drin. Trainer Jeff Saibene wird an seiner Mannschaft in jedem Fall etwas ändern, um die Leistung vom Wochenende nicht zu wiederholen: „Es wird sicher Wechsel geben. Wir brauchen frische und motivierte Spieler und haben dafür auch einen breiten Kader. Bei drei Spielen in sieben Tagen muss man auch rotieren.“