Darmstadt gescheitert: "Es fühlt sich scheiße an"

Bei Darmstadt 98 sitzt der Stachel der Enttäuschung nach dem endgültig verspielten Aufstieg. Aus ihrer Enttäuschung über das Ende aller Hoffnungen auf eine Bundesliga-Rückkehr durch das 1:2 beim Karlsruher SC machten die "Lilien" kein Hehl.

"Stolz kann Schmerz nicht lindern"

"Es fühlt sich scheiße an", fasste Mittelfeldspieler Kai Klefisch den Frust in den Vereinsmedien der Hessen ebenso drastisch wie prägnant zusammen.

Bezeichnenderweise aufgrund der ersten Auswärtsniederlage der Saison platzte für das arg ersatzgeschwächte Team von Trainer Florian Kohfeldt trotz des vorübergehenden Ausgleichs durch Isac Lidbergs 16. Saisontor (70.) der Traum vom fünften Aufstieg ins Oberhaus unwiderruflich. Bei nunmehr sieben Punkten Rückstand auf Relegationsplatz ist das Rennen um den Sprung in die Bundesliga für Darmstadt schon vor den abschließenden Saisonspielen bei Schlusslicht Preußen Münster sowie gegen den bisherigen Aufstiegskonkurrenten SC Paderborn gelaufen.

Auch Kohfeldt ließ seine Niedergeschlagenheit ungeschminkt erkennen. Angesichts der zahlreichen Ausfälle war der Coach "stolz auf meine Mannschaft, auch wenn das den Schmerz nicht lindert, dass wir auch rechnerisch nicht mehr an die ersten drei Plätze kommen können".

"Zur falschen Phase Punkte liegen gelassen"

Denn entgegen jeden Wunschdenkens rund ums Böllenfalltor machte der Mai nicht alles neu. Vielmehr verlängerte der SVD seine verhängnisvolle Krise aus dem Vormonat mit nur einem Punkt aus vier Spielen durch das "Sinnbild der letzten Wochen" (Klefisch) nur noch weiter. "Wir haben", musste Kohfeldt den Ausfall eines Endspurts eingestehen, "zur falschen Phase der Saison Punkte liegen gelassen."

Für einen erfolgreicheren Verlauf der dritten Saison im Unterhaus nach der Sommerpause kündigte Kohfeldt eine umfangreiche Analyse an. Der Einbruch seines Teams, sagte der Coach, "hat vielschichtige Gründe, die wir aufarbeiten werden".

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