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Entscheidung gefallen: HSV und Hecking trennen sich

© imago images / Michael Schwarz

Schon am Freitag hatte es sich angedeutet, nun ist die Entscheidung gefallen: Der Hamburger SV und Trainer Dieter Hecking gehen nach nur einem Jahr wieder getrennte Wege. Das gab der HSV am Samstag bekannt.

Vertrag wird nicht verlängert

Nach einer ausführlichen Analyse zwischen dem 56-jährigen Fußballlehrer und Sportchef Jonas Boldt seien Hecking und der Vorstand Sport zur Entscheidung gekommen, dass es keine Verlängerung des am 30. Juni abgelaufenen Vertrags mit dem Chefcoach geben wird, heißt es in einer Mitteilung des HSV. "Ich bin vor einem Jahr hier angetreten, um gemeinsam mit den Verantwortlichen des Klubs das große Ziel des Hamburger SV zu erreichen", erklärt Dieter Hecking. "Wir haben in der zurückliegenden Saison einiges geschafft: Wir haben eine gute Hinrunde gespielt, die Fans zufriedengestellt, mehrere sehr schwierige Situationen rund um die Mannschaft gemeistert und auch den HSV in ruhigere Bahnen geführt. Aber wir haben das angestrebte Ziel nicht erreicht. Dafür übernehme ich die Verantwortung."

Gemeint ist der Wiederaufstieg in die Bundesliga, den der HSV vor einer Woche zum zweiten Mal in Folge verpasst hat. Hecking weiter: "Ich werde, nach ausführlichen Gesprächen u.a. mit Jonas Boldt, meine Tätigkeit in Hamburg nicht fortführen. Ich möchte den Verantwortlichen auch die Möglichkeit geben, in der Nach-Corona-Zeit und unter veränderten Bedingungen die nun nötigen Schritte zu gehen." Boldt kommentiert die gemeinsame Entscheidung so: "Wir hatten einen sehr offenen, ehrlichen Austausch. Wir haben erst die Analyse der abgelaufenen Saison vorgenommen und uns anschließend über die Möglichkeiten für die kommende Spielzeit unterhalten. Unterm Strich sind wir dadurch etwas gezwungen, einen veränderten Weg einzuschlagen. So sind wir zu einem gemeinsamen Entschluss gekommen."

Mehrere Nachfolger im Gespräch

Wer künftig an der Seitenlinie stehen wird, ist noch offen. Gehandelt wird neben Alfred Schreuder (zuletzt Hoffenheim) und André Breitenreiter (zuletzt Hannover) auch Dimitrios Grammozis. Der 41-Jährige saß zuletzt beim SV Darmstadt 98 auf der Bank und holte mit den Lilien aus 45 Liga-Spielen 72 Punkte.