Erleichterung in Nürnberg: "Ein anderes Gesicht gezeigt"

Am Sonntag hieß es in Nürnberg erstmal: Aufatmen. Denn der Club schaffte es, nach dem Abrutschen auf einen Abstiegsplatz, dank eines 2:0 gegen Sandhausen wieder aus der unmittelbaren Gefahrenzone. Darauf soll nun aufgebaut werden.

Frey und Hack erlösen den FCN

Denkbar schlecht war der Nürnberger Start ins Jahr 2020 gelaufen, als man zum Auftakt gegen den HSV direkt mal mit 4:1 unterging. Klar, dass der FCN dringend um Wiedergutmachung bemüht war. Gegner Sandhausen hatte allerdings seit Mitte Oktober kein Spiel mehr verloren – von einer einfachen Aufgabe konnte also nicht die Rede sein.

Doch nach 90 Minuten war es tatsächlich die Elf von Jens Keller, die jubeln durfte. Tore von Frey (12.) und Hack (52.) hatten den FCN in Führung gebracht, die er dann auch nicht mehr abgab. Und das, obwohl Sandhausen auch noch einen Elfmeter zugesprochen bekam und die letzten Minuten nur noch gegen 10 Nürnberger bestreiten musste.

Doch der Strafstoß wurde von Mathenia pariert, den Platzverweis für Frey konnte Sandhausen nicht ausnutzen. Und so blieb es bei der Erleichterung für Nürnberg: "Die letzten Tage waren nicht ganz so einfach. Was die Mannschaft heute geleistet hat, wie sie marschiert ist und alles reingeworfen hat, war klasse und macht mich stolz", lobte Trainer Jens Keller am Ende seine Mannschaft: "Wir haben vor allem gegen den Ball gut verteidigt", hob der Coach die Defensivleistung seines Teams hervor.

"Es geht nur über den Willen"

Da durfte sich auch Innenverteidiger Asger Sörensen angesprochen fühlen: "Die Erleichterung ist sehr groß. Wir sind sehr glücklich. Jeder hat sich heute reingeschmissen und gekämpft", freute sich der Defensivmann, der auf dem Erfolg aufbauen will: "Es geht nur über den Willen. Es ist schön, drei Punkte einzufahren."

"Wir haben leidenschaftlich und kämpferisch alles reingebracht, was es braucht, um die Punkte hierzubehalten. Die Mannschaft hat gut gefightet und was die Physis anging auch ein anderes Gesicht als noch in Hamburg gezeigt", lobte auch Torhüter Mathenia, dessen gehaltener Elfmeter der Mannschaft ebenfalls einen Schub einbrachte. Nur nach vorne geht aus Sicht des Keepers noch mehr: "Nichtsdestotrotz müssen wir gucken, wie wir uns noch spielerisch verbessern können."

So ähnlich dürfte das auch Jens Keller sehen: "Wenn wir das 3:0 noch machen, dann wäre es endgültig entschieden gewesen", erklärte der Coach: "Für uns war es nur ein erster Schritt, wir werden den Schwung hoffentlich nach Osnabrück mitnehmen." Da soll es dann die nächsten drei Punkte geben.

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