Erstes HSV-Ausrufezeichen: "Der Sieg tat uns gut"

Nachdem der Hamburger SV das erste Saisonspiel überraschend deutlich gegen Holstein Kiel verlor, galt es, Wiedergutmachung zu leisten. Das taten die Hamburger, die sich im Duell mit dem SV Sandhausen deutlich verbessert zeigten.
Schuhen patzt doppelt - Narey profitiert
Geschockt zeigten sich Hamburger Mannschaft und Anhang nach der 0:3 Pleite daheim gegen Kiel. Sofort waren Unruhe und Sorgen wieder da. Nun sendete das Team von Christian Titz ein erstes Ausrufezeichen: Wiederum mit 3:0 schlugen die Rothosen den SV Sandhausen. Ein verdienter Sieg, der allerdings auch durch einige Aussetzer der Gastgeber zustande kam.
Die siebte Minute des Spiels lief, als Sandhausen-Keeper Marcel Schuhen ein kapitaler Fehler unterlief: Ein Fehlpass aus dem Strafraum heraus landete direkt bei Khaled Narey. Der Hamburger Außenbahnspieler stürmte sofort los und ließ dem unglücklichen Torhüter keine Chance: "Dass wir früh in Führung gegangen sind, hat uns Selbstvertrauen gegeben", so der 24-Jährige, der in der 60. Minute noch einen weiteren Treffer, wiederum nach Fehlpass Schuhens, nachlegte: "Es war mein erster Doppelpack in der 2. Liga. Natürlich war auch ein wenig Glück dabei, dass der Torwart mir zweimal den Ball so vorgelegt hat." Doch der lauernde Offensivakteur war exemplarisch für das Hamburger Spiel: Aufmerksam, nach vorne gefährlich und defensiv stabil: "Wir haben heute vieles besser gemacht als letzte Woche. Es gibt aber immer noch Sachen zu verbessern", so Narey.
Van Drongelen: "Das beste Gefühl der Welt"
Eine Ansicht, der sich der Torschütze zum 2:0, Rick van Drongelen, nur anschließen konnte. Das lag auch an den Lehren aus der Auftaktpleite: "Im Spiel letzte Woche gegen Kiel war nicht alles schlecht. Wir haben die 2. Halbzeit gut analysiert und heute viele Dinge besser gemacht“, so der junge Innenverteidiger: "Wir hatten defensiv bessere Abstände und haben vorn die Tore gemacht." An beidem hatte der 19-Jährige seinen Anteil: Hinten zeigte sich van Drongelen selbstbewusst, vorne nickte er einen Santos-Freistoß stark in die Maschen. Auf Profiebene eine Premiere für den Defensivspezialisten: "Ein Tor zu schießen, ist das beste Gefühl der Welt. Ich hab es erst gar nicht geglaubt."
Aus HSV-Sicht kann es so natürlich weitergehen. Doch Trainer Titz zeigt sich gegenüber der Vereinswebsite erst einmal vorsichtig: "Der Sieg ist wichtig für das Selbstvertrauen. Aber genauso wie in der vergangenen Woche nicht alles schlecht war, gab es auch heute Phasen, in denen wir es besser machen können. Wir werden versuchen, weiter ruhig zu arbeiten." In zwei Wochen trifft der HSV im Montagsspiel auf Arminia Bielefeld.