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Erstmals zwei Niederlagen in Folge: Krösche spricht von "Knacks"

0:1 gegen St. Pauli, 1:2 in Aue: Erstmals in dieser Saison hat der SC Paderborn zwei Spiele in Folge verloren. Von einer Krise spricht Manager Markus Krösche aber nicht.

SCP nutzt Chancen nicht

Wenn man nach den Gründen für die beiden Niederlagen sucht, wird schnell klar: An fehlenden Torchancen lag es nicht. Sowohl gegen St. Pauli als auch in Aue erspielte sich der Aufsteiger mehrere gute Möglichkeiten, nutzte diese aber nicht. Ein ungewohntes Gefühl für die Fans, die bisher mit Toren verwöhnt wurden. "Wir hatten ein, zwei Möglichkeiten, in Führung zu gehen", haderte Trainer Steffen Baumgart nach dem Spiel in Aue.

Doch anstatt das 1:0 zu schießen, geriet Paderborn nach elf Minuten in Rückstand und war ab der 45. Minute zudem in Unterzahl, nachdem Uwe Hünemeier für eine vermeintliche Notbremse die rote Karte gesehen hatte. Näher äußern wollte sich Baumgart dazu nicht: "Das bringt nichts, wir müssen das so annehmen." Dass Paderborn eine komplette Halbzeit in Unterzahl spielen musste, merkte man anschließend kaum. Dennoch war die Partie durch den zweiten Gegentreffer in der 81. Minute entschieden, der Anschlusstreffer von Antwi-Adjej in Minute 87 "kam ein bisschen zu spät", wie Baumgart feststellte. Einen Vorwurf machte er seiner Mannschaft aber nicht, schließlich habe sie alles versucht.

"Entwicklung ist insgesamt gut"

Die Serie von zwei Niederlagen in Folge sei "natürlich ärgerlich", denn es wäre mehr drin gewesen. Doch zu sagen, "wir haben derzeit einfach nicht das Glück, wäre mir zu einfach", betonte der SCP-Coach. Das sieht auch Hünemeier im "Westfalen Blatt" so: "Wir bekommen aktuell den letzten Pass nicht mehr in die richtigen Schnittstellen." Und Sven Michel fordert: "Wir spielen immer erst den schwierigen Ball. Wir sollten mal wieder den etwas leichteren Weg suchen."

Trotz der beiden Niederlagen steht der SC Paderborn als Aufsteiger mit 38 Punkten nach 25 Spieltagen und dem siebten Tabellenplatz weiterhin gut da. Wohl auch deshalb spricht Manager Krösche in der Zeitung nicht von einer Krise, sondern von einen Knacks: "So ein Knacks gehört zu einer Saison. Die Entwicklung ist insgesamt gut, unsere Fehler sind offensichtlich. Diese Dinge werden wir schnell abstellen." Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich im kommenden Heimspiel gegen Schlusslicht Ingolstadt (Sonntag, 13:30 Uhr).