Erzgebirge Aue: Ein Nadelstich reicht am Ende nicht!

Es bleibt dabei, die Veilchen bringen in dieser Saison von ihren Reisen kaum Beute mit. Auch beim VfL Bochum verloren die Veilchen nach langen Kampf mit 2:1. In der allerletzten Spielminute war es Tom Weilandt, der seinen Doppelpack schnürte und den Auern auch den letzten erhofften Punkt aus den Händen riss. Nach der dritten Pflichtspielniederlage in Folge ist der Erfolgsdruck zurück im Erzgebirge.

Krüger belohnt sich sofort

Für eine Überraschung sorgte Aue Trainer Daniel Meyer glecih zu Beginn: Florian Krüger feierte im Ruhrpott sein Profidebüt und zeigte sofort, warum ihn der Coach in die Startelf stellte. In der zweiten Minute gewann Krüger das Kopfballduell im Mittelfeld und köpfte auf Hochscheidt. Der Zehner schickte Krüger steil und dieser legte auf Höhe des Strafraums perfekt für Pascal Testreot ab. Der Auer Goalgetter ließ sich diese Vorlage nicht nehmen und vollendete zur frühen Führung der Veilchen. Danach stellten die Erzgebirger aber sämtliche Offensvbemühungen ein und zogen sich weit in die eigene Hälfte zurück. Der VfL übernahm komplett das Spielgesehen, erspielte sich durch das Auer Bollwerk aber keinerlei bemerkenswerte Torchancen. Noch in der 1. Hälfte waren die Sachsen zum ersten Wechsel gezwungen. Breitkreuz war nach Zusammenstoß mit Tesche außer Gefecht gesetzt worden, für den Libero kam Wydra in die Partie.

Zu wenig Entlastung

Im zweiten Durchgang sollte sich das Bild kaum ändern, Meyer brachte mit Kalig sogar einen weiteren Innenverteidiger. Doch der Auer Beton bröckelte zunehmend, ohne jegliche Entlastungsangriffe der Sachsen spielte der VfL wie eien Handballmannschaft um den Auer Strafraum und kam immer wieder zu Großchancen. In der 53. Minute zappelte der Ball schon im Netz, Schiedsrichter Kampka entschied aber auf Abseits. Schon da hätten die Veilchen sich aus der Umklammerung lösen müssen. Der VfL drückte und bekam in der 61. Minute sogar einen Elfmeter zugesprochen. Top-Torjäger Hinterseer trat an und scheiterte am Pfosten. Aue hatte sein Glück endgültig verbraucht und nach einer Vielzahl weiterer Chancen belohnte sich der VfL. In der 73. Minute bekamen die Erzgebirger einen Ball nicht aus dem Strafraum geklärt, in der Mitte lauerte Weilandt, der durch zwei Auer Beine vorbei an Männel den Ausgleich markierte. Der Bochumer Nackenschlag weckte die Veilchen aber nicht mehr auf, die Hausherren drückten immer weiter und belohnten sich dann spät aber noch rechtzeitig. In der zweiten Minute der Nachspielzeit brachte der eingewechselte Ganvoula den Ball in den Strafraum, Weilandt nahm den Ball an und setzte ihn perfekt ins Dreiangel. Der Schlusspunkt und der verdiente Sieg für die Blau-Weißen.

Das Ergebnis bestimmt den Ton

Hätten die Veilchen ihre Führung über die Zeit gebracht, wäre für viele die Leistung an diesem nassgrauen Samstag zweitrangig gewesen. In Aue wäre ein solcher Sieg für manche sogar noch süßer als ein furioses 4:0. Aber die drei Punkte bleiben an der Castroper Straße. Daniel Meyer muss sich die Frage gefallen lassen, warum seine Mannschaft nach zwei Minuten bereits jegliche Offensivbemühungen eingestellt hat. Vom schnellen Umschaltspiel, frühen Balleroberungen und gefährlichen Kontern war trotz der weit aufgerückten VfL-Abwehr nichts zu sehen. Bochum agierte spielstark, aggressiv und sehr engagiert über die vollen 90 Minuten. Gegen diesen Aufstiegsaspiranten konnten die Auer so nicht die Null halten. In vielerlei Hinsicht schmerzt die Niederlage. Aue bleibt eine der auswärtsschwächsten Mannschaften der 2. Liga, nur der FC Ingolstadt holte weniger Punkte. Die Veilchen verpassen zudem einen riesen Sprung aus der Abstiegszone, statt sieben hat man nun vier Punkte Abstand zu den Sandhäusern. Daniel Meyer und sein Team müssen die Niederlage im Ruhrpott schnell abhaken. Gegen den SSV Jahn Regensburg am kommenden Freitag zählt dann nur ein Sieg.

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