Erzgebirge Aue: Fandrichs Traumtor reicht nicht aus

Stark gekämpft, aber wieder nicht belohnt. Die Veilchen laufen ihrem Glück zurzeit hinterher, auch in Köln gingen die Kicker von Cheftrainer Daniel Meyer als Verlierer vom Platz. Kölns Simon Terodde zerlegte die Auer mit drei Toren. Der zwischenzeitliche Ausgleich durch Clemens Fandrich war sehenswert, reichte am Ende aber nicht für etwas Zählbares. Für Trainer Daniel Meyer gehen die unruhigen Wochen weiter, er wartet weiterhin auf seinen ersten Sieg als Veilchen-Trainer.

Kämpferische 1. Halbzeit

Daniel Meyer blieb sich auch am 3. Spieltag treu und wechselte in seiner Startelf munter durch, mit Cacutalua, Kempe, Riese und Hochscheidt standen im Vergleich zum Pokal gleich vier neue auf dem Platz. Die Marschrichtung war klar, mit insgesamt sechs defensiv ausgerichteten Spielern sollte ein undurchdringbarer Beton für die Kölner angerührt werden. In Zentrum machten die Veilchen dicht, doch über die Flügel hatten die Gastgeber alle Freiheiten. Zwanzig Minuten schafften es die Auer mit Mühe und Not die gefährlich geschlagenen Flanken zu klären, dann kam Simon Terodde. Nachdem Horn auf dem linken Flügel völlig ungestört die Kugel in die Mitte bringen konnte, war der Stürmer in den Reihen der Kölner zur Stelle und überwand Martin Männel per Kopf aus kurzer Distanz. Die Antwort der Auer folgte jedoch postwendend. Nur drei Minuten nach der Kölner Führung nahm sich Rechtsverteidiger Fabian Kalig ein Herz und trug den Ball weit in die Kölner Hälfte und legte auf Clemens Fandrich ab. Der Mittelfeldmann fackelte nicht lange und zog aus gut 25 Metern in zentraler Position ab und traf sehenswert zum Ausgleich.

Keiner stoppt Terodde

Im zweiten Durchgang nahm der 1. FC Köln das Heft des Handelns wieder in die eigene Hand und ließ sich kaum noch von den Auern aus der gegnerischen Hälfte drücken. Den Veilchen entglitt im Verlauf der der zweiten Hälfte immer mehr das Spiel, Clemens und Guirassy hatten die Möglichkeiten zur Kölner Führung. Die einzige Auer Chance vertändelte Testroet viel zu leichtfertig. So kam es, wie es kommen musste, in der 69. Minute bekamen die Veilchen einen Angriff der Kölner nicht geklärt, wieder war es Horn, der die Kugel in den Strafraum brachte. Am langen Pfosten hob Clemens den Ball noch einmal in die Mitte, dort lauerte erneut Terodde, der die Kugel nur noch über die Linie drücken musste, 2:1. Auch nach dem erneuten Rückstand gaben sich die Erzgebirger nicht auf, Torchancen sprangen aber trotz größerer Bemühungen nicht heraus. In den Schlussminuten mischte sich in die aufgeladene Stimmung auch noch Frust. Auf Höhe der Mittellinie stoppte Christian Tiffert Kölns Czichos in Rugby-Manier und hatte viel Glück nicht vom Platz zu fliegen. Aue warf alles nach vorne, doch das Tor fiel auf der anderen Seite, ein gut getimter Pass und die aufgerückte Auer Abwehr war ausgespielt. Wieder war es Simon Terodde, der auf und davon den Ball nur noch ins lange Eck schieben musste und zum Endstand traf, 3:1.

Aue braucht ein Erfolgserlebnis

Der 1. FC Köln hat eindrucksvoll bewiesen, dass mit dieser Mannschaft der Wiederaufstieg angepeilt werden kann. Die individuelle Qualität in der Domstadt überragt jede andere Mannschaft in der Liga. Eine Niederlage ist für die Veilchen in Köln keine Schande, zumal sie sich am Rhein teuer verkauft haben. Mit den verpassten Punkten aus den vergangenen Wochen rutschen die Veilchen jedoch in der Tabelle wieder in den Keller. Daniel Meyer steht bereits früh in der Saison in der Kritik, die Ansätze sind zu erkennen, der Einsatz stimmt auch, aber die Ergebnisse sprechen eine andere Sprache. Bereits am Freitag geht es für die Auer in der Liga weiter, dann wartet der FC Ingolstadt. Im letzten Jahr konnten die Veilchen bei den Schanzern gewinnen, es war der Auftakt zu einem goldenen Herbst. In dieser Saison wäre ein Punkt in Bayern schon ein Erfolg, der für das nötige Selbstvertrauen sorgen würde.

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