Erzgebirge Aue: Heidenheim bleibt für die Veilchen ein rotes Tuch

Der goldene Oktober ist vorbei, der FC Erzgebirge Aue verliert nach drei Spielen ohne Niederlage auf der Ostalb. In einer attraktiven, schnellen und chancenreichen Partie unterliegen die Veilchen den Gastgebern mit 1:0. In der Tabelle verharren die Sachsen auf dem 13. Tabellenplatz und haben weiterhin fünf Punkte Vorsprung vor der roten Zone.

Drei Wechsel in der Startelf

Daniel Meyer konnte nach den abgelaufenen Sperren von Rizzuto und Rapp wieder auf seine Stammkräfte in der Verteidigung zurückgreifen. Im Sturm sollte Iyoha neben Testroet die physisch starke Innenverteidigung der Heidenheimer bearbeiten. Heidenheim weckt in vielen Veilchen Fans düstere Erinnerungen, vor drei Jahren stieg Aue in Heidenheim ab. In der vergangenen Spielzeit mussten die Auer Kicker sogar zweimal nach Heidenheim reisen, nach sinnflutartigen Regenfällen war das Auftaktspiel abgebrochen wurden. Das Nachholspiel ging mit 2:1 zwei Wochen später auch noch verloren. Mehr noch als die Geister aus der Vergangenheit dürfte Daniel Meyer das derzeitige Formhoch der Heidenheimer Sorgen bereitet haben.

Nach fünf Spielen ohne Niederlage haben die Spieler von Frank Schmidt endlich in die Spur gefunden. Entsprechend selbstbewusst trat die Mannschaft um Kapitän Marc Schnatterer auf, Aue hatte von Beginn an deutlich mehr zu kämpfen, als noch vor einer Woche gegen Bielefeld. Den Gästen fehlte es in der ersten Hälfte vor allem an den zündenden Ideen vor dem Strafraum. Das Pressing und Zweikampfverhalten stimmte, Testroet und Iyoha hingen jedoch größtenteils in der Luft. Die größten Möglichkeiten der Lila-Weißen gingen allesamt linkerhand am Tor von Heidenheim vorbei. Defensiv hielten sich die Veilchen die Heidenheimer lange Zeit von der Brust, bis die Hausherren gegen Ende der ersten Halbzeit mehr und mehr aufdrehten. Marc Schnatterer war vor dem Strafraum allgegenwertig, die gefährlichste Chance hatte jedoch Busch. Sein Freistoß flutsche Martin Männel durch die Finger und wäre noch im Tor gelandet, hätte der Auer Schlussmann im letzten Moment nicht noch geklärt.

Männels Fehler wird umgehend bestraft

Nach dem Seitenwechsel gelang es den Veilchen immer schlechter den Dauerdruck der Hausherren Stand zu halten, Entlastung durch die Offensive gab es kaum noch. In einer sehr hitzigen und kampfbetonten Partie verlor Schiedsrichter Kempter mehr und mehr die Kontrolle und griff mehrmals in die Hosentasche zur gelben Karte. Nach 54. Minuten klingelte es dann auch das erste und einzige Mal im Tor. Nach einem abgefangenen Ball macht Männel das Spiel schnell, sein Abwurf landet aber in den Beinen von Schnatterer. Dieser Fehler reichte den Heidenheimern, die die ungeordnete Auer Deckung mit einem feinen Pass ausspielen konnten. Im Strafraum bekam Thomalla die Kugel und ließ Männel mit einem platzierten Schuss keine Chance.

Der Gegentreffer rüttelte die Veilchen auf und die Mannschaft von Daniel Meyer war in der Folge um eine Antwort bemüht. Doch gegen die starke Innenverteidigung der Heidenheimer gab es an diesem Tag keinen Weg. Die beste Möglichkeit vergab Hochscheidt, der aus 20 Metern aber zu schwach und unplatziert auf das Tor schoss. In der Schlussphase wurde es dann noch einmal in der Auer Hälfte hektisch. Nach einem Ballverlust im Aufbau stoppte der bereits gelb verwarnte Kalig den eingewechselten Feick, Schiedsrichter Kempter schickte den Auer Übeltäter umgehend vom Platz. Den nachfolgenden Freistoß schoss Schnatterer noch an die Unterseite der Latte zum Glück für den schon geschlagenen Auer Schlussmann Männel.

Der HSV wartet

Der FC Erzgebirge Aue verliert völlig verdient auf der Ostalb. Zu stark waren die individuell besseren Heidenheimer, dich sich im Gegensatz zu den Auern keine groben Fehler im Spielaufbau leisteten. So gelingt es den Erzgebirgern auch im fünften Spiel an der Brenz nicht einen Sieg einzufahren. Daniel Meyer konnte die Abwehr in den letzten Wochen deutlich stabilisieren, selbst gegen die starke Front der Heidenheimer hielt die Abwehr lange Stand. Ohne den Patzer von Martin Männel wäre sogar ein Punkt möglich gewesen. Im Sturm schaffte es die Mannschaft nicht an die guten Auftritte gegen Dresden und Bielefeld anzuknüpfen. In der kommenden Woche empfangen die Veilchen den HSV. Das lang ersehnte Duell David gegen Goliath.

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