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Erzgebirge Aue: Veilchen und Zebras trennen sich torlos

Nur ein Punkt holen die Veilchen gegen das Tabellenschlusslicht Duisburg und verpassen den großen Sprung in der Tabelle. In einer phasenweise sehr zähen Partie ließen beide Mannschaften die nötige Präzision vor dem gegnerischen Kasten vermissen. Der FC Erzgebirge Aue macht nur einen Punkt auf die rote Zone gut, der MSV Duisburg verpasst den wichtigen Sieg zum Anschluss.

Männel und Nazarov sorgen für das Unentschieden

Die ersten gut 80 Minuten der Partie Aue gegen den MSV Duisburg kann man schnell zusammenfassen. Während die Duisburger sich sehr defensiv um ihren Strafraum einigelten, versuchten die Veilchen spielerisch die Hintermannschaft der Zebras zu knacken. Echte Torchancen waren Mangelware, Robert Hermann prüfte nach einem Freistoß Wiedwald im MSV-Kasten. Im zweiten Durchgang änderte sich am Spielverlauf wenig. Aue tat sich enorm schwer und schaffte es trotz optischer Überlegenheit kaum einmal gefährlich in den Strafraum. Die Mannschaft von Torsten Lieberknecht setzte auf Nadelstiche und wäre beinahe in Führung gegangen. Nach einem Freistoß und einer Verlängerung war es Fröde, der volley abzog und Martin Männel zu einer Glanztat zwang. Lange Zeit sah es nach einem 0:0 aus, erst in der Schlussphase wurde beiden Mannschaften bewusst, dass ein Unentschieden zu wenig war. Hochscheidt scheiterte an Wiedwald. Auf der anderen Seite parierte Männel stark gegen Stoppelkamp und im direkten Gegenzug vergab Dimitrij Nazarov die größte Chance der Partie. Der eingewechselte Stürmer wurde mustergültig vom ebenfalls eingewechselten Krüger bedient und schoss den Ball aus gut acht Metern über das leere Tor. Für den negativen Höhepunkt sorgte Duisburgs Fröde. Auf Höhe der Mittellinie grätschte dieser Hochscheidt mit offener Sohle um, Schiedsrichter Deniz Aytekin schickte den Übeltäter sofort mit der roten Karte vom Platz. In Unterzahl hatten die Zebras dennoch die letzte gute Chance, Souza konnte einen Abpraller von Männel aus spitzem Winkel aber nicht im Tor unterbringen. Am Ende ein Spiel, welches keinen wirklichen Gewinner verdient hatte. Martin Männel war lange Zeit unterfordert, in der zweiten Halbzeit hielt er aber mit spektakulären Paraden seine Mannschaft im Spiel. Den Sieg hatte Dimitrij Nazarov in der Schlussphase auf dem Fuß, dem Stürmer versagten im entscheidenden Moment aber die Nerven. In der Tabelle rücken die Erzgebirger einen Zähler vom FC Ingolstadt auf Rang 16 weg, verpassen aber den großen Sprung ins Mittelfeld.

Abwehrchef Wydra gegen Köln gesperrt

Daniel Meyer steht vor dem Wiedersehen mit seinem Ex-Klub am Mittwoch vor einem ernsten Problem. Denn mit der fünften gelben Karte fällt mit Dominik Wydra auch der Ersatz-Abwehrchef in der Innenverteidigung aus. Schon in den vergangenen Wochen musste der Auer Übungsleiter die Abwehr immer wieder neuformieren aufgrund von Verletzungen und Sperren. Für den bisher noch angeschlagenen Abwehrchef Steve Breitkreuz dürfte ein Einsatz gegen die Kölner zu früh kommen. Mit Louis Samson, Philipp Riese oder Malcolm Cacutalua hat Meyer mehrere Alternativen, sofern er bei einem System mit einer Fünferkette bleiben möchte. Gegen die beste Offensive der Liga dürfte es allemal schwer werden. Mit Anthony Modeste haben die Kölner nun auch den dritten Ausnahmestürmer in ihren Reihen. Der Rückkehrer traf gegen den SV Sandhausen doppelt nach seiner Einwechslung in der 78. Minute. Aue ist also gewarnt und muss nicht nur auf einen Torjäger achtgeben. Chancenlos sind die Veilchen aber nicht. Köln konnte kein einziges seiner letzten drei Gastspiele in Aue gewinnen und in diesem Jahr zeigte die Mannschaft von Markus Anfang vor allem in der Defensive einige Nachlässigkeiten. Schon im Dezember konnten die Erzgebirger im eigenen Stadion einen Aufstiegsaspiranten schlagen. Gegen den 1. FC Union Berlin stand es am Ende 3:0.