F95 verpasst Chance auf Platz zwei: "Da habe ich absolut kein Verständnis für"

Fortuna Düsseldorf hat den Schwung vom späten Pokalerfolg in Magdeburg nicht in die Liga mitnehmen können und verlor am Sonntag im eigenen Stadion gegen Holstein Kiel mit 0:1. Eine Niederlage, die Trainer Daniel Thioune schwer im Magen liegt.

"Ich bin maximal unglücklich mit unserer Darbietung"

Von dem Rückenwind der jüngsten drei Siege, der die 95er eigentlich hätte tragen müssen, war in Halbzeit eins nicht viel zu sehen. Die Hausherren liefen über weite Phasen dem Ball hinterher und ab der 18. Minute auch einem Rückstand. Dementsprechend angefressen wirkte Thioune nach der Partie. "Ich bin maximal unglücklich mit unserer Darbietung von Minute eins an. Es geht nicht darum, dass ich der Mannschaft die Bemühungen absprechen will, aber zum wiederholten Male geraten wir in einem Heimspiel in Rückstand."

Der Coach verbarg seinen Unmut nicht, denn sein Team agierte nicht nach seinen Vorstellungen. "Wir können da vor allem gegen eine so gute Mannschaft, die eine Idee mit dem Ball hat, nicht immer hinterherlaufen. Da habe ich absolut kein Verständnis für." Der fehlende Zugriff auf den Gegner wurde auch nach dem Gegentor nicht besser. Deshalb musste Thioune mit ein paar Umstellungen reagieren. "Zur Halbzeit haben wir die Ordnung angepasst und hatten dann Momente mit dem Ball, die aber auch nicht zwingend waren."

"Es geht darum, auch mal in den Flow zu kommen"

Wie schon unter der Woche legte Fortuna nach der Pause zu, schaffte den Ausgleich trotz guter Chancen aber nicht mehr. "Wir haben es insgesamt verpasst, genügend Druck auf den Gegner auszuüben, und waren einfach nicht gierig genug", bemängelte Mittelfeldmann Yannik Engelhardt. Nicht nur die Niederlage an sich wurmte die Beteiligten, sondern vor allem der Gesamtauftritt. "Nach so einer Niederlage müssen wir uns erstmal ein bisschen sammeln. Es war ein herber Rückschlag – nicht nur vom Ergebnis, auch spielerisch", monierte Engelhardt.

Damit verpasste Düsseldorf die große Chance, die Patzer der direkten Konkurrenten Hamburger SV und Greuther Fürth zu nutzen und auf Platz zwei zu springen. Nun sind es fünf Punkte Rückstand auf Kiel. "Es geht darum, auch mal in den Flow zu kommen und vier Spiele hintereinander zu gewinnen." Tatsächlich gelangen im bisherigen Saisonverlauf nur Serien von drei Siegen in Folge. Und nun steht nur noch ein letztes Spiel vor der Winterpause an. Es geht erneut nach Magdeburg. "Jetzt gilt es, den Kopf freizubekommen und in Magdeburg nochmal alles rauszuhauen, bevor es in die Winterpause geht", gibt Felix Klaus die Marschroute vor.

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