"Fakt ist, dass uns Qualität fehlt": KSC vor schwierigem Saisonstart

Beim SC Paderborn (Samstag, 13:30 Uhr) wird der Karlsruher SC in die neue Saison starten. Eine lange Verletztenliste begleitet die Überlegungen von Cheftrainer Christian Eichner, welche Spieler er zum Auftakt ins Rennen schicken kann. Einer, der definitiv dabei sein dürfte, ist Co-Kapitän Marvin Wanitzek.

Neun Ausfälle zu Saisonstart

In der Vorbereitung musste der Karlsruher SC viele Rückschläge hinnehmen, sodass die Vorfreude auf die neue Zweitliga-Saison nicht vollends ins Badener Land übergeschwappt sein kann. Dennoch ist KSC-Cheftrainer Christian Eichner davon überzeugt, dass der Wille und die Einsatzbereitschaft bei seinen Jungs stimmt. "Die Situation ist uns allen bekannt. Es ist jetzt aber auch Zeit, dass wir einen Haken dahinter machen. Das wird uns am Wochenende nicht helfen", blickt der 39-Jährige daher nur kurz auf das Lazarett zurück. Klar ist jedoch: "Fakt ist, dass uns Qualität fehlt und Spieler fehlen, die in einer beachtlichen Anzahl in der Startelf stehen könnten."

Mit Christoph Kobald (Sprunggelenksverletzung), Felix Irorere (Muskelfaserriss) und Daniel O'Shaughnessy (Wadenbeinbruch) fehlen allein drei Innenverteidiger, zudem erlitt Sommer-Neuzugang Simone Rapp eine Nackenverletzung mit Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall. Auch Marius Gersbeck, Sebastian Jung, Leon Jensen, Kyoung-Rok Choi und Lazar Mirkovic befinden sich weiterhin im Aufbautraining - sodass insgesamt neun Spieler zum Saisonstart fehlen. "Positiv ist, dass es losgeht", nimmt es Eichner mit einer Prise Galgenhumor, weil die leidgeprüfte Vorbereitung nun endet. Der alltägliche Wettkampf geht wieder los: "Das ist für uns alle sehr, sehr wichtig, dass wir eine konkrete Rückmeldung über unseren aktuellen Zustand bekommen und die einzelnen Spieler wissen, woran sie sind."

"Ist ein ganz normales Spiel"

Auch Marvin Wanitzek, der die Mannschaft als Vizekapitän anführen wird, ist für die Herausforderung bereit. Passend ist vielleicht, dass sich der zentrale Mittelfeldspieler einmal mehr mit dem Team seines ehemaligen U19-Trainers messen darf - Lukas Kwasniok. Außerdem sind ehemalige KSC-Spieler wie Robin Bormuth, Florent Muslija und Marcel Mehlem dabei. "Es ist zwar schön, gegen ehemalige Mannschaftskollegen zu spielen, aber es ist ein ganz normales Spiel", gibt Wanitzek vor. Die Zuversicht war trotz der Paderborner Qualität groß: "Sie haben eine unangenehme Spielweise, rennen viel und spielen einen sehr variablen Fußball. Die letzten Jahre haben wir dort auch immer schwierige Spiele gehabt, aber wir fahren trotzdem dorthin, um drei Punkte zu holen!"

Mit einem Sieg würde der KSC direkt den Buchmachern widersprechen, die den Klub aus Karlsruhe zum Kreis der Abstiegskandidaten zählen. "Wenn du in der 2. Liga nicht um den Aufstieg mitspielst, und das werden wir im Normalfall nicht, dann gehörst du zu dem Kreis, der wahrscheinlich die Buchmacher interessiert", ist auch Eichner bewusst. Die vielen Ausfälle - und vor allem der Abgang von Top-Torjäger Philipp Hofmann - muss nun kompensiert werden. "Unsere einzige Aufgabe ist, dass wir nächstes Jahr weiter Teilnehmer der 2. Liga sind, wenn alle Tribünen fertig und ausgestattet sind. Jeder im Umfeld hat das verstanden", wappnet sich Eichner. Der Anfang kann in Paderborn gemacht werden.

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