Fanbündnis sieht geplante Pyro-Aktion in Hamburg skeptisch
Die Fans des Hamburger SV haben vom Deutschen Fußball-Bund die Erlaubnis bekommen, am Samstag vor dem Duell gegen den Karlsruher SC kontrolliert Pyrotechnik im Stadion abzubrennen. Nun äußerte sich das Bündnis ProFans - und sieht die Aktion skeptisch.
Nicht "das das Gelbe vom Ei"
Die Erlaubnis, zehn Rauchtöpfe außerhalb der Zuschauerbereiche unter Aufsicht einer Fachfirma kontrolliert abzubrennen, sei nicht "das das Gelbe vom Ei", sagte Bündnis-Sprecher Sig Zelt gegenüber der dpa. "Es würde mich wundern, wenn das der Schlüssel wäre, den Frieden mit den aktiven Fans herzustellen und alle glücklich zu machen. Das ist eine sehr kontrollierte Sache, der jegliches Überraschungsmoment fehlt."
Befürchtung, Aktion diene als Alibi
Trotz der Kritik werde das Bündnis dieses Novum nicht ablehnen. Man wolle erst das Spiel und vor allem die kontrollierte Pyro-Aktion am Samstag abwarten. Doch Zelt habe die Befürchtung, "dass das als Alibi hergenommen wird. Dass dann hinterher gesagt wird: Wir haben uns jetzt so weit herausgelehnt und so etwas ermöglicht und jetzt seid ihr immer noch nicht zufrieden. Das wäre schade". Aber man müsse die Aktion "daran messen, wie es von den Fans und der aktiven Fanszene aufgenommen wird".