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Fans im Stadion: DFB ermittelt gegen Erzgebirge Aue

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Dass beim Heimspiel des FC Erzgebirge Aue gegen Fortuna Düsseldorf (0:3) am Samstag rund 30 bis 40 FCE-Fans im Stadion waren, hat für die Veilchen nun möglicherweise ein Nachspiel. Wie am Sonntag bekannt wurde, hat der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) Ermittlungen eingeleitet.

Fans schippten Schnee

Laut dem DFB bestehe der Verdacht, dass gegen das geltende Hygienekonzept verstoßen wurde. Denn: Während der Partie standen etwa 30 bis 40 Anhänger auf der Haupttribüne eng beisammen, trugen zum Teil keine Masken und feuerten ihr Team lautstark an. Gegenüber der "Rheinischen Post" erklärte der FCE am Samstag: "Die auf manchen Bildern zu sehenden Personen haben den Platz in stundenlanger Arbeit vom Schnee befreit und standen für den Fall weiterer Schneefälle bereit." Jedoch sieht das Hygienekonzept keine Schneeschipper vor – vor allem nicht in der Anzahl und im Stadion. In den nächsten Tagen wird Erzgebirge Aue nun eine Stellungnahme abgeben müssen.

Allofs: "Das ist fahrlässig"

Fortuna-Vorstand Klaus Allofs hat derweil zwar Verständnis dafür, "dass Aue alles dafür tun wollte, das Spiel austragen zu könne", wie er der Zeitung sagte. Allerdings müsse man "recht nüchtern feststellen", dass es offenbar nicht gelungen sei, "ausreichend Einfluss auf die Helfer zu nehmen". So könne man sich während dieser Krise einfach nicht verhalten. Es gebe Regeln, an die sollten sich alle halten. "Das ist fahrlässig und kann speziell dem Profi-Fußball großen Schaden bringen. Solche Dinge dürfen wir als Branche nicht machen", betonte Allofs. Die Sachsen müssen nun mit einer Geldstrafe rechnen. Einen ähnlichen Fall gab es bereits im Relegationsspiel zwischen Heidenheim und Bremen, als Vereinsmitarbeiter, Spielerfrauen und deren Kinder während des Spiels auf eine Tribüne kamen. Der FCH musste daraufhin eine Geldstrafe in unbekannter Höhe zahlen.