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Fanzulassung: Marien schließt 2G aus – Hansa erwägt rechtliche Schritte

IMAGO / Steffen Kuttner

Bei Hansa Rostock herrscht noch immer Unmut über die weiterhin geltende Kapazitätsbeschränkung für das Ostseestadion. Robert Marien erwägt nun sogar rechtliche Schritte. Eine volle Auslastung unter den Bedingungen einer 2G-Regel schließt der Hansa-Vorstandsvorsitzende hingegen kategorisch aus. 

Marien will rechtliche Schritte "prüfen lassen"

Am Samstagabend (20.30 Uhr) kommt es in Rostock zum Aufeinandertreffen zweier Traditionsvereine: Der heimische F.C. Hansa empfängt Schalke 04. Normalerweise eine Partie, bei der das Ostseestadion aus den Nähten platzt. Nicht so am Sonnabend. Aufgrund der geltenden Corona-Landesverordnung werden auch zum Duell mit S04 nur 14.500 Zuschauer anwesend sein – trotz des Rostocker Antrags zur Aufstockung. Anderswo ist man schon weiter: In Hamburg dürfen die Stadien unter Beachtung der sogenannten 2G-Regel komplett ausgelastet werden, Kiel erlaubt der KSV Holstein sogar eine volle Hütte unter 3G-Bedingungen (getestet, geimpft, genesen).

Hansas Vorstandsvorsitzender Robert Marien äußerte bereits am Mittwoch sein Unverständnis über die zögerliche Haltung der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns, zumal die Inzidenzen niedriger seien als in Hamburg oder Schleswig-Holstein. Womöglich bleibt es aber nicht beim Unmut der Kogge. Denn Marien denkt offen über die Einleitung rechtlicher Schritte nach. "Wenn in allen Bundesländern um einen herum Vereine ganz deutlich bessere Möglichkeiten haben, ihre Gelder zu erwirtschaften, dann muss ich das zumindest prüfen lassen", so der 40-Jährige im "NDR".

"Dürfen nicht 20 Prozent der Fans ausschließen"

Die 2G-Regel, also der Zutritt nur für Geimpfte und Genesene, ist für Marien derweil keine Option. Nach Eintracht Frankfurt und Union Berlin lehnt damit der nächste Traditionsklub einen Ausschluss ungeimpfter, aber getesteter Fans ab. "Unser Leitmotto lautet: 'Wir sind Hansa'", wurde Robert Marien laut "Bild" deutlich: "Zwar sind nach Umfragen zirka 76 Prozent unserer Zuschauer geimpft. Wir dürfen aber nicht 20 Prozent der Fans ausschließen. 2G werden wir definitiv nicht einführen."