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FC St. Pauli unter Druck vor den Wochen der Wahrheit

Sichtlich frustriert wirkten Spieler und Verantwortliche des FC St. Pauli nach dem Schlusspfiff der Partie am Montagabend. Wieder den Befreiungsschlag verpasst und die Chance die direkten Abstiegsränge zu verlassen nicht genutzt. Trainer Ewald Lienen schimpfte vor den TV-Kameras vor allem auf die Schiedsrichterleistung des Gespanns um Martin Petersen und war mit der kämpferischen Leistung seiner Mannschaft weitestgehend einverstanden. Die Lage in Hamburg wird jedoch wöchentlich ernster und die Angst vor dem Abstieg beim Kiezklub dürfte stetig wachsen. Ausgerechnet jetzt stehen die Wochen der Wahrheit mit zwei direkten Duellen im Abstiegskampf auf dem Spielplan. liga2-online.de fasst die Situation zusammen.

Bislang keine Wende unter Lienen – Schlüsselspiele vor der Brust

Lienen ist bereits der dritte Trainer, der in der aktuellen Saison sein Glück bei St. Pauli versucht. Zwar kann man nach vier Punkten aus vier Spielen noch nicht von einer Wende sprechen, aber immerhin scheint die Defensive, die sich besonders unter der Regie von Thomas Meggle zur Schießbude der Liga entwickelte, ein wenig stabilisiert. Aber nach vorne gelingt den Hamburgern weiterhin wenig, wodurch zuletzt gegen SV Sandhausen (0:0) und Greuther Fürth (0:1) Punkte liegen gelassen wurden. Ohne das so wichtige Selbstvertrauen muss St. Pauli nun also in womöglich wegweisenden Partien gegen die Tabellennachbarn 1860 München und Erzgebirge Aue gehen. Um in München etwas Zählbares zu holen, müssen die Hamburger jedoch ihre Auswärtsschwäche besiegen, da sie bisher lediglich vier magere Unentschieden und keinen Sieg auf fremden Platz erreichen konnten. Der Druck wird also immens sein, was aber bei den jeweiligen Gegner nicht weniger der Fall sein dürfte.

Sobota und Koch machen Mut

Noch ist der Abstand zum rettenden Ufer überschaubar für die Kiezkicker. Mit zwei Siegen aus den beiden direkten Duellen könnten sie sogar bereits den Anschluss ans untere Mittelfeld finden. Doch nicht nur die Tabellensituation sollte Mut machen, auch zwei Winterneuzugänge ließen zuletzt wenigstens in Ansätzen ihre Klasse aufblitzen und lassen die Fans auf bessere Zeiten hoffen. Die beiden Leihspieler Julian Koch (FSV Mainz 05) und Waldemar Sobota (FC Brügge) fügten sich gut und sorgten für neue Impulse im Spiel des Tabellenletzten. Möglicherweise helfen die beiden, noch unverbrauchten Spieler mit den Kultklub wieder aus dem Sumpf zu ziehen. Noch ist jedenfalls genug Zeit um wieder in die Spur zu finden und die Rückkehr in die Drittklassigkeit nach acht Jahren zu verhindern.