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FCK siegt im Derby – Pauli schlägt Union

Am Samstag standen in der 2. Bundesliga zwei Partien auf dem Programm. Der 1.FC Kaiserslautern zeigte sich dabei gewohnt heimstark und schlug den Karlsruher SC mit 2:0. Srdjan Lakic (20.) und Marcel Gaus (35.) sorgten dabei für den Jubel der Heimfans. Dem FC St. Pauli gelang mit dem 3:0 gegen Union Berlin ein Befreiungsschlag im Tabellenkeller. Christopher Nöthe per Elfmeter (22.), Marc Rzatkowski (73.) und John Verhoek (88.) sorgten für die Treffer.

Lakic und Gaus nutzen Unordnung – Torres fliegt

Letzte Woche mussten sowohl Kaiserslautern als auch der KSC Niederlagen hinnehmen, wodurch heute natürlich eine Reaktion erwartet wurde. Dem FCK fehlten dabei Karim Matmour (grippaler Infekt) und Jean Zimmer (Wade), der immerhin auf der Bank sitzen konnte. Karlsruhe musste Gaetan Krebs (Muskelfaserriss) ersetzen. Das Spiel begann sofort giftig und Enrico Valentini sah die erste gelbe Karten des Spiels nach gerade einmal fünfzehn Sekunden. Und bereits nach knapp drei Minuten lag das erste Tor in der Luft, doch Lakic traf nach einer Ecke nur die Latte. Die Anfangsphase blieb weiterhin sehr intensiv, wenn auch ohne weitere Torchancen. Eine weitere Ecke der Pfälzer brachte dann die Führung: Der KSC brachte den Ball nicht weg, Gaus konnte im Gewühl zum Ball kommen und nach innnen flanken, wo Lakic die Kugel im Tor unterbrachte (20.). Der FCK wollte direkt nachlegen und drückte nach vorne. Kevin Stöger verpasste jedoch aus drei Metern Entfernung (25.). Besser machte es Gaus: Wieder sorgte ein Standard, diesmal eine Freistoßflanke für Unordnung beim KSC, Lakic konnte den Ball auf Gaus weiterleiten, der schließlich ins lange Eck zum 2:0 abschließen konnte (35.). Karlsruhe war nun sichtlich angeknockt, konnte sich jedoch ohne weitere Rückschläge in die Pause retten. KSC-Trainer Markus Kauczinski reagierte zur Pause und brachte den offensiveren Dimitrij Nazarov für Philipp Klingmann. Doch weiter blieb nur Lautern gefährlich, diesmal verpasste Stöger aus der Distanz nur knapp das Tor der Gäste (56.) und Willi Orban zielte nach einem Freistoss per Kopf über das Gehäuse (61.). Kauczinski zog also den letzten Joker und brachte mit Rouwen Hennings einen frischen Stürmer ins Spiel. Doch die Riesenchance gehörte wieder den Pfälzern: Der Ball landete nach einem schwachen Pass von KSC-Keeper Dirk Orlishausen letztlich bei Ruben Jenssen, dessen Schuss knapp am rechten Pfosten vorbei ging (65.). Kurz darauf verpasste Stöger aus spitzem Winkel (67.) und Jenssen scheitere an Orlishausen (70.). Dann wurde es wieder hitzig. Nach einer Rudelbildung schickte Schiedsrichter Robert Kempter Manuel Torres mit einer roten Karte vom Platz (74.). Der KSC-Spieler hatte im Gedränge die Hand am Hals von Gaus – eine harte aber vertretbare Entscheidung. Nun war das Spiel entschieden. Lautern scheiterte nochmals in Person von Michael Schulze (84.), Stöger (85.), Kerem Demirbay (87.) und Dominique Heintz (87.). Es blieb jedoch beim 2:0, womit der FCK den fünften Heimsieg im fünften Heimspiel der Saison ins Ziel brachte. Die Pfälzer stehen somit zumindest bis Morgen an der Tabellenspitze. Für Karlsruhe bedeutet die dritte Niederlage in Folge einen weiteren Rückschlag.

Nöthe vom Punkt – Rzatkowski erhöht im Sitzen

St.Pauli und Union Berlin waren vor dem Spiel wohl beide eher unzufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf. Die Eisernen warteten immernoch auf den ersten Auswärtsdreier. Dennoch waren es die Gäste, die durch Damir Kreilach den ersten Warnschuss abgeben konnten (2.). Eine erste Torannäherung der Hamburger vergab Nöthe per Kopf (7.). Den ersten großen Aufreger sahen die Zuschauer nach knapp zwanzig Minuten: Ante Budimir wurde im Strafraum von Björn Jopek gefällt. Schiedsrichter Guido Winkmann entschied auf Notbremse und zeigte die rote Karte inklusive Elfmeter für die Gastgeber. Nöthe verwandelte diesen trocken ins linke Ecke – 1:0 (22.). Die Berliner wollten direkt nachsetzen, scheiterten jedoch bei einem Freistoß von Kreilach nur knapp (27.). St.Pauli konnte sich nun deutliche Feldvorteile erspielen und ließ Chancen durch Budimir (31.) und Dennis Daube (33.) liegen. Vor der Pause konnte jedoch keines der beiden Teams weitere Ausrufezeichen setzen. Nach dem Seitenwechsel begannen die Teams eher verhalten. Erst ein maues Schüsschen von Budimir sorgte für Aufregung vor dem Gästetor (60.). Nur kurz später versuchte es Daube aus der Distanz (61.). Rzatkowski konnte schließlich die Entscheidung besorgen: Nach einem Überzahlangriff der Hausherren, scheiterte der Stürmer zunächst, konnte dann jedoch den Abpraller im Sitzen irgendwie ins Tor der Eisernen stochern (73.). Ein sauber ausgespielter Konter sorgte dann die für die absolute Entscheidung. Torwart Philipp Tschauner schickte nach einer Ecke der Gäste Enis Alushi auf der Reise, der John Verhoek anspielte. Der Holländer zog aus knapp achtzehn trocken ab und sorgte so für das 3:0 (88.). So ging das Spiel schließlich zu Ende. Den Gästen fiel nach vorne letztlich zu wenig ein und die Hausherren konnten mit ihren wenigen Offensivaktionen drei Tore erzielen. St.Pauli kommt somit ein wenig aus dem Tabellenkeller heraus, während die Eisernen weiterhin unten feststecken.