FCM-Niederlage trotz Überzahl: "Müssen einfach mal das Tor treffen"

Wieder wurde es nichts mit dem ersten Saison-Heimsieg: Ohne ein eigenes Tor zu schießen unterlag der 1. FC Magdeburg dem HSV trotz zeitweiser Überzahl mit 0:1. Besonders das Zustandekommen des Gegentores ärgerte dabei Trainer wie Spieler.

FCM nutzt Überzahl nicht aus

Es war kurz nach der torlosen ersten Halbzeit, als der Anhang des 1. FC Magdeburg sich gedacht haben dürfte: "Heute ist was drin." Auf Hamburger Seite flog der bereits verwarnte Bates in der 55. Minute mit Gelb-Rot vom Platz: "Gerade nach der Gelb-Roten Karte hatte ich eigentlich ein richtig gutes Gefühl. Da dachte ich, dass wir den ersten Heimdreier einfahren", fand auch FCM-Keeper Alexander Brunst gegenüber der "Volksstimme". Eine ordentliche, vor allem defensiv überzeugende Hälfte, ein Mann Überzahl und noch 35 Minuten Zeit, Tore zu schießen. Die Ausgangslage für den ersten Heimdreier der Saison hätte für den Aufsteiger schlechter sein können.

Doch das Gegenteil war der Fall: "Nach der Gelb-Roten Karte wurde es wieder ein anderes Spiel", stellte der Trainer fest. Der HSV zog sich nach dem Platzverweis weiter zurück und ließ den Magdeburgern die Spielkontrolle. Doch die Härtel-Elf konnte kaum etwas damit anfangen, entwickelte nur selten Zug nach vorne. Ganz anders der HSV: Die Hamburger blieben über Konter und organisierte Angriffe weiterhin gefährlich – und waren mit dieser Taktik am Ende erfolgreich: Eine sehenswerte Vorlage von Lasogga verwandelte Narey per Tunnel gegen Alexander Brunst. Wieder einmal lag der FCM zu Hause zurück: "Ärgerlich, dass wir dann ohne Not das Gegentor bekommen und wir den Spieler so frei stehen lassen. Da hat zwischen Türpitz und Niemeyer kurzzeitig die Übergabe gefehlt", kritisierte Trainer Härtel. "Beim Gegentreffer haben wir nicht gut verteidigt", fand auch Kapitän Nils Butzen: "Wir hatten eigentlich genug Leute hinten. Nach dem 0:1 war es dann richtig schwierig."

Im Angriff zu inkonsequent

So schwierig, dass es dem FCM nicht gelang, den Rückstand in Überzahl noch auszugleichen. Zu gut organisiert zeigte sich der HSV in der Defensive, zu inkonsequent der Magdeburger Angriff: "Es war zu erwarten, dass wir gegen einen anderen HSV spielen. Nach einem Trainerwechsel kann es immer mal sein, dass so etwas ein paar Prozentpunkte freisetzt, die vorher nicht da waren", stellte Butzen fest. Defensiv-Spezialist Romain Brégerie sah die Probleme in der eigenen Chancenverwertung: "Wir müssen nur schauen, dass wir die Balance zwischen Defensive und Offensive besser finden. Wir müssen jetzt einfach mal das Tor treffen. Diesmal hat oft der letzte Pass gefehlt oder war nicht gut genug."

So blieb dem FCM am Ende nur, dem Gegner zu gratulieren: "Der HSV ist natürlich der verdiente Sieger. Trotzdem schade, denn heute wäre ein Punkt möglich gewesen", so Trainer Härtel, der den Fokus bereits wieder auf die nächsten Aufgaben legt: "Wir müssen vorne noch präziser werden. Und hinten künftig weniger Chancen zulassen."

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