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FCN erhält herben Dämpfer gegen den HSV

Mit 0:4 unterlag der 1. FC Nürnberg am Montag Abend gegen den Hamburger SV im heimischen Stadion. Dabei kamen die Franken zwar ordentlich in die Partie, verloren aber mit zunehmender Spieldauer immer mehr den Faden, auch weil die Gäste aus Hamburg zu ihrem Spiel fanden. Nach drei Distanzschussgegentoren und einem unglücklichen Eigentor ging der Club mit einer bösen Heimniederlage vom Feld und muss seine Ambitionen erstmal zurückschrauben.

Canadi: "Tut mir leid für die Fans"

Entsprechend bedient und enttäuscht zeigten sich Spieler und Verantwortliche nach der Partie, in der man sich eigentlich viel vorgenommen hatte. Allerdings scheint die defensive Spielweise der vergangenen Saison noch nicht gänzlich aus den Köpfen der Spieler verschwunden zu sein. Zwar bot man kämpferisch durchaus eine akzeptable Leistung, allerdings fehlten viele zündende Ideen im Mittelfeld. Neuzugang Johannes Geis konnte nur von der Tribüne aus mit ansehen, wie die Hamburger sich den FCN zurechtlegten und mit präzisen Distanzschüssen das Spiel in ihre Richtung drehten. Nach dem ordentlichen Auftakt in Dresden erhält die Hoffnung auf den direkten Wiederaufstieg in Nürnberg somit erstmal einen herben Dämpfer. Club-Trainer Damir Canadi musste im Anschluss gestehen, dass die Niederlage gegen den HSV auch in der Höhe verdient gewesen war. Gleichzeitig entschuldigte er sich aber bei den Fans für das Endergebnis: "Die ersten zehn Minuten kamen wir gut ins Spiel. Nach dem 0:1 waren wir sehr verunsichert, kamen ab da auch nicht mehr in die Zweikämpfe. Das 0:2 hat uns richtig wehgetan. Der Anschlusstreffer ist uns leider nicht geglückt, nach dem 0:3 ist es uns erst recht nicht mehr gelungen, ins Spiel zurückzufinden. Der HSV war in allen Belangen besser. Wir müssen uns Sicherheit und Mut erarbeiten. Es tut mir leid für die Fans, die uns sehr gepusht haben."

Spieler einsichtig: "Ein schlechtes Spiel von uns"

Auch die Akteure auf dem Rasen versuchten erst gar nicht die Partie zu relativieren oder schön zu reden. Stattdessen gaben sie in Person von Patrick Erras deutliche Worte über die gezeigte Leistung ab: „Wir haben ein sehr schlechtes Spiel gemacht und verdient verloren. Es war von allen eine schlechte Leistung, die uns so nicht passieren darf. Im ersten Heimspiel wollten wir nach dem Sieg in Dresden nachlegen, das ist uns überhaupt nicht gelungen. Wir haben zu viele Fehler gemacht und es den Hamburgern zu leichtgemacht. Wir sind nie so richtig ins Spiel gekommen.“  Für den Ex-Hamburger Torhüter Christian Mathenia war das Spiel gegen seinen alten Verein umso bitterer. Mit vier Gegentoren hatte er vor der Partie sicherlich nicht gerechnet, sodass sein Fazit zum Spiel kühl und nüchtern ausfiel: „Wenn man zuhause 0:4 verliert, kann etwas nicht richtig gelaufen sein." Für den FCN geht es bereits am kommenden Wochenende in einem Bayern-Duell gegen Ingolstadt im DFB-Pokal weiter. Anschließend wartet in der Liga der SV Sandhausen. Eine solche Leistung wie gestern Abend dürfen sich die Franken dann nicht nochmal erlauben, will man endlich die frustrierenden Wochen der abgelaufenen Bundesliga-Saison vergessen machen.