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FCN kassiert erste Pleite: "Das ist sehr, sehr bitter" – Krauß gibt Entwarnung

IMAGO / Zink

Viel vorwerfen konnte und wollte Robert Klauß, Trainer des 1. FC Nürnberg, seinen Spielern nicht. Mit der Leistung des Teams war er zufrieden. Dennoch stand am Ende die erste Saison-Niederlage und das Aus im DFB-Pokal zu Buche. Mit 2:4 nach Elfmeterschießen verloren die Franken gegen den Hamburger SV. Dennoch war bei den Beteiligten viel Zufriedenheit zu vernehmen.

"Mir geht es gut"

Noch auf der Trage liegend, streckte Tom Krauß den Daumen nach oben, gab so das erleichternde Zeichen, dass es ihn nicht allzu sehr erwischt hatte – auch wenn die Bilder etwas anderes vermuten ließen. Zuvor war der 20-Jährige bei einem Kopfball-Duell heftig mit Miro Muheim zusammengeprallt, blieb regungslos liegen und musste nach einer ersten Behandlung vom Feld getragen werden. Am Mittwochmorgen meldete sich der U-21-Nationalspieler bei Instagram und gab weitere Entwarnung: "Mir geht es gut", schrieb der Mittelfeldspieler: "Danke für die ganzen Genesungswünsche."

So gab es für den FCN immerhin eine gute Nachricht nach einem ansonsten sehr ernüchternden Dienstagabend. "Das ist sehr, sehr bitter. In diesem Spiel, das wir heute abgeliefert haben, hat kaum etwas gefehlt. Außer das Glück am Ende", sagte Trainer Robert Klauß. Denn im Elfmeterschießen hatte der HSV die besseren Nerven, verwandelte seine vier Elfmeter, während die Hausherren zwei vergaben. "Es tut mir leid, dass ich den letzten nicht halten konnte. Einen hätte ich schon gerne mitgenommen. Das tut mir natürlich sehr weh. Aber insgesamt überwiegt heute das Positive", meinte FCN-Keeper Carl Klaus, der wie schon in der ersten Runde zwischen den Pfosten stand.

"Alle Achtung vor meinen Jungs"

Trainer Klauß beeindruckte vor allem die Reaktion seiner Mannschaft nach dem Rückstand durch Jonas David mit der letzten Aktion des ersten Durchgangs (45.). "Wie wir nach dem 0:1 zurückgekommen sind und gedrückt haben. Darauf bin ich sehr stolz. Alle Achtung vor meinen Jungs." Nach 59 Minuten glich der eingewechselte Taylan Duman aus. In der Folge hätten beide Teams "in der regulären Spielzeit und auch in der Verlängerung den Siegtreffer machen können", so Klauß.  Enrico Valentini meinte sogar der "Glubb" wäre "ab der zweiten Halbzeit die dominantere Mannschaft" gewesen und hätte das Weiterkommen "deshalb auch verdient gehabt".

Viel Zeit, um über die Niederlage zu grübeln, bleibt nicht. Bereits am Freitagabend steht in der Liga das Auswärtsspiel beim SV Darmstadt 98 an. "Natürlich haben wir schwere Beine, aber es geht auch viel über Kopf und Wille", beschwöret Duman den Teamgeist: "Aber so wie wir in diese Saison gestartet sind, baut sich in der Mannschaft richtig was auf. Jeder kämpft für jeden. Wenn einer mal einen Zweikampf verliert, ist direkt der nächste da. Ich hoffe, dass die Fans das genauso sehen, uns macht es im Moment richtig Spaß."