Fehler-Teufel schlagen sich selbst
"Wir haben es heute selbst verbockt", analysierte FCK-Trainer Kosta Runjaic nach der 1:3 Pleite in Heidenheim. Besser kann man die zweite Halbzeit des Spiel auch nicht zusammenfassen. Zuvor brachte Kacper Przybylko die Pfälzer noch auf die Siegerstraße und auch wenn die Roten Teufel spielerisch einmal mehr keine Kunststücke vollbrachten, schienen sie dem nächsten Sieg entgegen zu steuern.
Müller patzt hinten - Deville schläft vorne
Doch dann wurden die Roten Teufel zu Fehler-Teufeln. Den Anfang machte Keeper Marius Müller, der bislang eine gute Debütsaison als Nummer eins des FCK spielte. Unbedrängt passte er die Kugel zu Heidenheims Stürmer Smail Morabit, der kaltschnäuzig blieb und das Geschenk dankend annahm. Nur wenige Minuten später spielte Neuzugang Antonio Colak im Aufbauspiel einen katastrophalen Fehlpass auf Sebastian Heidinger. Der FCH-Neuzugang marschierte stark durch die Hälfte der Pfälzer, bediente Marc Schnatterer, der mit einem satten Schuss die Führung der Heidenheimer besorgte. Nun reagierte Runjaic brachte mit Maurice Deville und André Fomitschow frisches Offensivpersonal und Lautern kämpfte sich zurück. Doch passend zur Tagesform vergab Talent Deville wenige Meter vorm Tor kläglich die Chance zum Ausgleich. Für den Schlusspunkt einer unglücklich Halbzeit sorgten dann Stipe Vucur und erneut Keeper Müller, die nach dem Motto "nimm du ihn, ich hab ihn" zum Ball gingen und so unfreiwillig das 3:1 durch Robert Leipertz einleiteten.
Erste Saisonpleite - Unmut bei den Fans
So setzte es also die erste Saisonniederlage für die Pfälzer, die mit acht Punkten aus fünf Spielen jedoch weiter Kontakt zu den vorderen Plätzen haben dürften. Dennoch scheint die Stimmung unter den Anhängern der Roten Teufel zurzeit etwas schwierig. Bereits nach dem knappen 1:0 über den SC Paderborn waren einzelne Pfiffe zu hören und ein Teil der Zuschauer schien enttäuscht von den spielerischen Mitteln des Teams. Statt wie im Vorjahr über tolle Kombinationen, kommt die Runjaic-Elf zur Zeit mehr über den Kampf, jedoch schien der Erfolg - zumindest bis zum Paderborn-Spiel - dem Trainer recht zu geben. Nun setzte es die erste Niederlage und nach der Länderspielpause kommt mit dem SC Freiburg (Fr. 11.09., 18.30) ein Hochkaräter auf den Betzenberg. Man darf auf die Reaktionen gespannt sein - sowohl auf dem Rasen, wie auch auf den Tribünen.