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"Fordere und fördere": Kocak beschwört den Zusammenhalt

Gleich mehrere Absagen kassierten die Verantwortlichen von Hannover 96 bei der Suche nach einem Nachfolger für den freigestellten Cheftrainer Mirko Slomka, entsprechend zog sich das Prozedere in die Länge. Mittlerweile ist klar, wer 96 auf Kurs bringen soll: Kenan Kocak. Die Marschroute des Neuen ist klar: "Mutig, leidenschaftlich und aktiv" soll seine Mannschaft auftreten.

Kocaks Credo: Es geht nur gemeinsam

Das erste Training unter seiner Leitung hat bereits stattgefunden, bisher scheint es zu stimmen zwischen Hannover 96 und Kenan Kocak. Der neue Cheftrainer gewann "gute erste Eindrücke. Die Jungs waren sehr engagiert." Engagement, dazu viel Kommunikation – in etwa so lautet Kocaks Erfolgsrezept für die kommenden Wochen. "Ich bin ein kommunikativer Trainer, nehme die Spieler mit. Ich fordere und fördere", führte der 38-Jährige laut "Kicker"-Bericht aus. Denn eines ist dem früheren Sandhausen-Coach klar: "Alleine kann ich es nicht schaffen."

Das soll er allerdings auch gar nicht. So sieht sich die 96-Führungsriege durchaus in der Pflicht, weiß dabei gleichzeitig um die bevorstehenden Hürden. Angesicht eines mickrigen Punktes Vorsprung auf den Abstiegs-Relegationsrang wollte Manager Jan Schlaudraff die Ziele nicht zu hoch stecken: "Wir wissen, wie schwierig die Aufgabe ist, wollen Stabilität in die Mannschaft bekommen und die Saison so gut wie möglich zu Ende spielen." Heißt im Klartext: Erst einmal geht es in der niedersächsischen Landeshauptstadt um den Klassenerhalt. Passend dazu auch die Laufzeit des Vertrages von Kenan Kocak – beide Seiten einigten sich auf ein bis Saisonende gültiges Arbeitspapier.

"Wahnsinn, welche Wucht dieser Verein hat"

Von Vertragslaufzeiten oder langfristigen Zielen will der Trainer ohnehin erst einmal nichts wissen. "Es ist nicht wichtig, was auf einem Blatt Papier steht, sondern die Art und Weise, wie wir in den kommenden Tagen und Wochen miteinander arbeiten. Darauf fokussiere ich mich." Nach Möglichkeit soll das 96-Feuer schon bald wieder entfacht werden. Einen Eindruck vom Potenzial der Leinestädter durfte Kocak im Jahr 2017 in Diensten des SV Sandhausen gewinnen. Hannover kehrte mit einem 1:1-Unentschieden bei den Hardtwäldern in die Bundesliga zurück, der Jubel war grenzenlos. "Es war Wahnsinn zu sehen, welche Wucht dieser Verein hat und wieviel Fan-Potenzial vorhanden ist", erinnert sich der gebürtige Türke. "Es war phänomenal."