Fortuna: „Pokalfight“ als Starthilfe?
Es war erneut ein hartes Stück Arbeit, doch bei Fortuna Düsseldorf wird man am Ende froh sein, diesmal wenigstens die zweiten Hauptrunde des DFB-Pokals erreicht zu haben. Nach dem Ausscheiden in Würzburg und Wiedenbrück in den beiden Vorjahren, reichte es diesmal bei Regionalligist Rot-Weiß Essen immerhin nach Elfmeterschießen für das Weiterkommen. Die Düsseldorfer taten sich aber extrem schwer und mussten sich am Ende in Unterzahl über die Verlängerung retten.
Kampfspiel und Elfmeterkrimi
„Ein richtiger Pokalfight, wie man ihn erwarten konnte. Beide Teams haben ein wahnsinniges Pensum abgespult, das Pendel hätte in beide Richtungen ausschlagen können“, meinte Fortunas Trainer Frank Kramer im Anschluss an die Partie. Von Klassenunterschied war in der umkämpften Partie wirklich nichts zu sehen. Die Rot-Weißen, mit Unnerstall und Schauerte anstelle von Rensing und Akpoguma in der Startelf, hatten ebenso so Chancen wie die Gastgeber aus Essen. Der Platzverweis gegen Lukas Schmitz (83.) sorgte dann aber dafür, dass der Zweitligist sich merklich zurückzog und die Verlängerung eher defensiv hinter sich brachte. Im Elfmeterschießen durften sich dann vor allem die Torhüter auszeichnen. Essens Heller parierte die Strafstöße von Ya Konan und van Duinen. Auf der Gegenseite hielt Unnerstall gegen Cekic. Da jedoch Essens Weber und Baier jeweils über den Kasten zielten, reichten Fortuna die Treffer von Haggui, Strohdiek und Liendl, um am Ende als Sieger vom Platz zu gehen.
Zittersieg am Motivationshilfe? - Schwere Aufgaben vor der Brust
Der Saisonstart der Fortuna darf alles in allem aber als eher unterdurchschnittlich bezeichnet werden. Ein Punkt in der Liga, dazu der Zittersieg im Pokal. Dennoch wird man am Rhein nun darauf hoffen, den Kampfsieg aus Essen als Motivationsschub nutzen zu können, um endlich richtig in die Spur zu finden. Immerhin durfte die neu formierte Stammelf von Trainer Kramer nun schon drei Pflichtspiele in ähnlicher Formation zusammen auflaufen und sollte sich allmählich gefunden haben. Die nächsten Aufgaben in Heidenheim (Fr. 18:30) und gegen Freiburg (Sa. 22.08 – 13:00) werden dann zeigen müssen, wie stark die ambitionierten Fortunen wirklich sind.