Freitagsspiele im Fokus: Comebacker und Frustrierte

Der 24. Spieltag der 2. Bundesliga läuft an. Und auch an diesem Wochenende geht es für die 18 Teams des deutschen Fußball-Unterhauses wieder um drei Zähler. Dabei haben einige Teams eher ruhige Spiele vor sich, währenddessen es für manch andere um besonders viel geht. Am Freitagabend treffen mit 186 München und Aalen zwei entspannte Teams aufeinander. Dazu die krieselnde Pfälzer und die starken Sandhäuser, sowie die ambitionierten Kölner und die wieder erweckten Cottbuser.

TSV 1860 München vs. VfR Aalen: Tabellennachbarn mit unterschiedlicher Gefühlslage

Der Frust in München ist weiterhin groß. Die großen Erwartungen vor der Saison, oder eben nach der Winterpause, wurden nicht nur verfehlt, sondern sogar böse unterschritten. Im neuen Jahr sind die Löwen noch sieglos und die vergangene Partie beim SV Sandhausen war eine der schwächsten Saisonleistungen. Lediglich Gabor Kiraly brachte eine ligataugliche Leistung. Beim VfR sieht die Stimmung dagegen anders aus, obwohl man ganz ähnlich in der Tabelle steht. Der 1:0 Sieg gegen den lange ungeschlagenen KSC war erst einmal der Befreiungsschlag von den Abstiegsrängen. Daher reisen die Aalener recht entspannt nach München. Die 60er haben die letzten sechs Spiele nicht mehr gewonnen, haben aber zu Hause noch kein Zweitligaspiel gegen die Aalener verloren. Die Gäste dagegen gewannen zwei der letzten drei Auswärtsspiele, die Gesamtbilanz der beiden spricht aber für den VfR.

1. FC Kaiserslautern vs. SV Sandhausen: Krisenstimmung auf dem Betzenberg

Wie prächtig war die Stimmung noch vor ein paar Wochen bei den Pfälzern. Nach dem 2:1 Topspielsieg gegen Greuther Fürth und dem Pokalsieg bei Bayer Leverkusen wollte man in der Tabelle noch einmal richtig angreifen. Doch nur wenige Spiele und einige Niederlagen später, hat sich das Blatt gewendet. Der Kontakt nach oben ist erst einmal abgerissen. Die Gäste aus dem Hardtwald dagegen können eigentlich ganz befreit aufspielen. Trotz des unglücklichen 0:0 vom vergangenen Spieltag gegen die Münchner Löwen sind die Abstiegsränge soweit entfernt wie noch nie zu diesem Zeitpunkt einer Saison. Daher könnten die Gäste sicherlich mit einem Unentschieden leben, auch wenn sie erst einmal drei Punkte als Ziel ausgegeben haben. Kaiserslautern hat zwar die zweitmeisten Heimsiege aller Teams, aber von den letzten vier Heimspielen drei verloren. Die Gäste spielten insgesamt 12-mal zu Null, was die Ligaspitze bedeutet, allerdings hat man aus den letzten drei Partien nur einen Punkt geholt.

1. FC Köln vs. FC Energie Cottbus: Welcher Motor startet wieder?

Die Rheinländer vom 1. FC Köln sind zwar weiterhin unangefochtener Tabellenführer der 2. Bundesliga, doch in diesem Jahr läuft es irgendwie nicht so recht. "Nur" fünf Zähler konnte man aus den ersten vier Partien ergattern und auch gerade einmal vier Tore erzielen. Das ist jetzt kein Grund zur Panik, aber Peter Stöger verlangt in seinem Heimspiel wieder einmal drei Punkte. Die Gäste dagegen haben das erste Mal seit einer gefühlten Ewigkeit wieder drei Punkte eingefahren und das beim Debüt des neuen Trainers Jörg Böhme. Beim 1:0 Sieg über die Pfälzer aus Kaiserslautern konnten die Lausitzer eine Menge Hoffnung und Energie tanken. Die Frage wird sein, wessen Motor anspringt und läuft und welcher weiter stottert oder ausgeht. Köln hat bisher die meisten Siege in der Saison, von den letzten vier Partien aber nur eine gewonnen. Cottbus hat auswärts in dieser Saison noch kein Spiel gewonnen, die Kölner sind aber zu Hause weitaus anfälliger als auswärts.

FOTO:  Tobias Hänsch // unveu.de

 

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