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FSV mit Remis gegen Sandhausen: Eine Schwalbe setzt die Serie fort

Ohne Niederlage im Jahr 2015 richtete sich der FSV Frankfurt darauf ein, auch das Spiel gegen den Tabellenzwölften aus Baden-Württemberg mit mindestens einem Punkt abzuschließen. So versammelten sich an einem kühlen Freitagabend rund 5.000 Zuschauer im Frankfurter Volksbank Stadion, um die Partie live zu sehen. So lief vor den Augen der Fans die erste Hälfte auch relativ träge ab, es spielten vor allem die Gäste aus Sandhausen während der FSV in den ersten 45 Minuten überhaupt keinen Zugriff zum Spiel hatte und weder die Laufintensität, der kämpferische Aspekt noch die Zuordnung in Zweikampfsituationen stimmten. Im Offensivspiel hatten die Gastgeber überhaupt kein Tempo, die Frankfurter spielten zu viele Rückpässe als dass sie vorne gefährlich werden könnten, der FSV war mit dem 0:1 zur Pause dementsprechend auch gut bedient.

Wie so oft jedoch kamen die Bornheimer in die zweite Hälfte wesentlich besser rein als davor, sie kamen ab der 60. Minute ordentlich in die Zweikämpfe rein und machten Druck nach vorne. Die Mannschaft von Benno Möhlmann erspielte sich auch einige Situationen im Spiel nach vorne, brachten jedoch noch nicht das gute Spiel der letzten Wochen und belohnten sich bis dahin nicht mit einem Treffer. Was sich jedoch in der 80. Minute vor den Augen der Zuschauer abspielte, sorgte im gemütlichen Stadion am Bornheimer Hang für viel Aufregung. Nach einem technisch sensationell geführten Zweikampf gegen zwei Gegenspieler an der Außenlinie lief Frankfurts Vincenzo Grifo mit dem Ball in den Strafraum, gefolgt von Sandhausens Andrew Wooten. Bis dato war nichts passiert, im nächsten Augenblick lag Grifo jedoch auf dem Boden und Schiedsrichter Markus Wingenbach zeigte ohne zu Zögern auf den Elfmeterpunkt. Alle Spieler der Gäste waren augenblicklich aufgebracht und das zurecht, denn Grifo hatte diesen Elfmeter mit einer eindeutigen Schwalbe herausgeholt. Auch nach viel Diskussion blieb der Unparteiische bei seiner Entscheidung und ließ Edmond Kapllani den Strafstoß ausführen, der souverän zum Ausgleich einnetzte. Auf der Pressekonferenz nach der Partie sagte Trainer Benno Möhlmann, der Einsatz seiner Mannschaft in der zweiten Hälfte sei belohnt worden, wenn auch sehr glücklich. Zur Elfmeterfehlentscheidung wollte sich der erfahrene Coach nicht äußern. Der Trainer des SV Sandhausen, Alois Schwarz, kündigte an, Protest einzulegen und unterstellte dem Schiedsrichter eine bewusste Fehlentscheidung zugunsten des FSV.

Für den FSV Frankfurt geht es als nächstes nach Ingolstadt, Sandhausen empfängt nach der Länderspielpause Union Berlin.