Fünf Tore gegen Wiesbaden: Bielefeld will mehr

Bielefeld macht immer weiter: Wieder ging die Arminia nicht als Verlierer vom Platz. Ganz im Gegenteil: Fünf Tore erzielte die Neuhaus-Elf. Zwei Gegentore gab es allerdings auch - ein Malus, den man in Zukunft abstellen möchte.
Fünf Tore nach frühem Rückstand
Alsi die 4. Minute abgelaufen war, lag die Arminia plötzlich zurück: Wiesbadens Schäffler hatte zur frühen Führung getroffen, Kyereh hätte sogar nachlegen können. Kurz schien es, als könnte der Aufsteiger der formstarken Arminia möglicherweise die erste Saisonniederlage beibringen - doch das erledigte sich mit der Zeit recht eindeutig: "Der Rückstand war ärgerlich, aber wir haben eine super Reaktion gezeigt und uns nicht von unserer Spielweise abbringen lassen", erklärte Angreifer Cebio Soukou: "Wir haben den Ausgleich zeitnah erzielen können und einige Umschaltsituationen sehr gut ausgespielt."
Der Stürmer selbst hatte in der 20. Minute das 1:1 besorgt, Klos und Edmundson ließen den zweiten und dritten Treffer noch vor dem Halbzeitpfiff folgen. Voglsammer legte den vierten oben drauf (52.), dann ließ Schäffler nochmal ganz leicht Hoffnung für die Wiesbadener aufkommen (56.), bevor Klos den fünften und damit letzten Treffer der Bielefelder erzielte (73.). 5:2 in der Ferne - da gibt es eigentlich keinen Grund zur Beschwerde. Oder?
Bielfeld will oben dran bleiben
"Zwar haben wir in der einen oder anderen Situation nicht so gut verteidigt, wie du es tun musst, um zu Null zu spielen, aber am Ende haben wir verdient gewonnen – auch in dieser Höhe", fand Samir Arabi. Und tatsächlich: Defensiv gesehen fehlt es Bielefeld derzeit noch an Stabilität. Das fand auch Andreas Voglsammer. "In der ersten Halbzeit müssen wir konsequenter verteidigen. Aber vorne waren wir effektiv und kaltschnäuzig." Insgesamt war das Fazit positiv: "Die Mannschaft ist von dem Weg, den wir gehen wollen, überzeugt und hat diesen sehr gut umgesetzt", so Arabi.
Der Weg soll weiterhin möglichst am oberen Ende der Tabelle fortgeführt werden. In der kommenden Woche allerdings steht mit dem VfB Stuttgart ein Gegner auf der anderen Seite, der selbst noch keine einzige Partie in dieser Zweitligasaison verloren hat: "Wir haben den Anspruch oben dran zu bleiben und nicht nach unten zu rutschen", zeigte sich Marcel Hartel kämpferisch: "Wir hoffen, nächsten Freitag vor voller Hütte alles geben zu können." Auch Andreas Voglsammer kündigte an, einen Sieg anzuvisieren: "Nächste Woche werden wir dem VfB das Leben so schwer wie möglich machen und hoffentlich die drei Punkte in Bielefeld behalten." Wer das Top-Spiel für sich entscheidet, wird sich am Freitagabend zeigen.