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Für FCM-Coach Oenning steckt der Wurm im Sturm

Der Trainerwechsel beim 1. FC Magdeburg hat auch nach zwei Spielen noch nicht die erhoffte Wende in Form von Siegen gebracht. Zwar holte der Aufsteiger am vergangenen Wochenende durch die Nullnummer gegen den VfL Bochum immerhin den ersten Punkt unter seinem neuen Chefcoach Michael Oenning. Doch gegen die Westfalen traten die Probleme des Aufsteigers gerade im Angriff wieder einmal deutlich zutage.

"Wir brauchen Tore"

Oenning hat auch vor dem Duell mit dem in der Liga alleine noch ungeschlagenen Aufstiegskandidaten Union Berlin (Sonntag) die Flaute im Sturm seines Teams als entscheidende Schwäche im Abstiegskampf ausgemacht. "Ich kann nur bewerten, was ich bewerten kann", sagt der 53-Jährige in der "Bild"-Zeitung zu seinen Eindrücken bei seinen beiden bisherigen Spielen auf der Bank des Tabellendrittletzten und zog angesichts zahlreich ausgelassener Chancen eine naheliegende Schlussfolgerung: "Wir brauchen Tore."

Wenig überraschend hat Magdeburg seine Angriffswucht aus der vergangenen Aufstiegssaison weder unter dem  rüheren Erfolgstrainer Jens Härtel noch zuletzt unter Oenning auch in der zweiten Liga auf den Platz bringen können. Mit gerade einmal 18 Treffern ist Magdeburgs Offensive der fünftschwächste Angriff der Liga. Zu den noch harmloseren Mannschaften gehören bezeichnenderweise der SV Sandhausen (15 Tore) und FC Ingolstadt (14) auf den beiden Abstiegsplätzen hinter dem FCM.

"Fans wollen mit aller Gewalt den ersten Heimsieg"

Bis zum Duell mit den Eisernen will Oenning die Probleme mindestens verringern: "Unser Umkehrspiel muss noch besser und präziser werden", kündigt der frühere Bundesliga-Coach des 1. FC Nürnberg und Hamburger SV gezielte Trainingseinheiten zur Behebung der Schwierigkeiten im Offensivspiel an.

Oenning ist sich dabei der Erwartungen des Magdeburger Anhangs sehr bewusst, legt allerdings auch Wert auf eine realistische Einschätzung der Ausgangslage seiner Elf für das Spiel gegen Union: "Die Fans wollen mit aller Gewalt den ersten Heimsieg, das ist auch okay so. Wir wären schon gern die Ersten, die die schlagen. Aber die sind absoluter Topfavorit."