Fürth: Ruthenbeck-Nachfolger Radoki eine Dauerlösung?

Die 1:2-Niederlage bei Dynamo Dresden besiegelte letztlich sein Aus. Stefan Ruthenbeck, der im Sommer des vergangenen Jahres das Amt bei der Spielvereinigung Greuther Fürth übernommen hatte, ist nicht mehr länger Trainer des fränkischen Zweitligisten. Auch Co-Trainer Michael Schiele verlässt den Klub. Bis zur Winterpause steht Janos Radoki als Coach an der Seitenlinie der Profis. Radoki war zuvor für die A-Jugend des Klubs zuständig.

Achtungserfolge waren zu wenig

Wie der Verein in einer Mitteilung am Montag bekannt gab, hat es nach der Partie in Dresden eine Sitzung gegeben, in der sich die sportlich Verantwortlichen und Stefan Ruthenbeck auf ein vorzeitiges Ende der Zusammenarbeit verständigten. Sein Vertrag wäre am Saisonende ausgelaufen. Wie der Verein erklärte, hatte Ruthenbeck die Führung informiert, seinen Kontrakt nicht verlängern zu wollen. "Die Entwicklung der letzten Monate macht uns große Sorgen. Bei unseren Entscheidungen geht es alleine um den Verein. Unabhängig davon danken wir Stefan Ruthenbeck und Michael Schiele für ihren Einsatz“, erklärte Präsident Helmut Hack. Dabei gab es trotz der durchwachsenen Saisonbilanz immer mal Achtungserfolge. Zum einen gewannen die Fürther das Franken-Derby beim 1. FC Nürnberg mit 2:1, im DFB-Pokal steht die Mannschaft nach einem 2:1 über Bundesligist Mainz 05 im Achtelfinale. Vor dem Dresden-Spiel schlug Fürth den VfL Bochum ebenfalls 2:1. Den Schatten des insgesamt dürftigen Abschneidens in der Liga konnten diese Ergebnisse aber nicht überdecken. Derzeit ist Fürth auf Platz 13, der Vorsprung auf Relegationsplatz 16 des Karlsruher SC beträgt drei Zähler.

"Wir trauen Radoki zu, an den richtigen Stellschrauben zu drehen"

Radoki soll das Team also wieder auf Vordermann bringen und die Leistungen stabilisieren. Derzeit stellt die Mannschaft vom Ronhof die viertschlechteste Offensive (12 Tore) und auch Defensive (22 Gegentreffer). Der 44-Jährige Ungar lief zwischen 1996 und 1999 als Spieler 84 Mal für die „Kleeblätter“ auf. Von Sportdirektor Ramazan Yildirim wird der Ungar mit reichlich Vorschusslorbeeren bedacht: "Janos hat in den letzten Jahren gute Arbeit in der U19 geleistet und wir trauen ihm zu, an den richtigen Stellschrauben zu drehen.“ Gut möglich, dass Radoki im Erfolgsfall den Trainerposten dauerhaft übernimmt. Gehen Verantwortliche von Fußballklubs mit der möglichen Weiterbeschäftigung von Interimslösungen meist zurückhaltend um, signalisierten die Franken bereits in der Pressemitteilung deutliche Bereitschaft. "Das Amt des Cheftrainers übernimmt mindestens bis zur Winterpause Janos Radoki“, hieß es dort. "Ich bedanke mich bei den Verantwortlichen für das Vertrauen und bin voller Tatendrang. Wir werden gemeinsam mit der Mannschaft hart dafür arbeiten, dass wir die Spielvereinigung zurück in die Erfolgsspur bringen“, sagte Janos Radoki. Mirko Dickhaut kehrt als Co-Trainer zurück.

Am kommenden Montag steht bei der SpVgg Greuther Fürth die Mitgliederversammlung an. Die Stimmung dort dürfte maßgeblich vom Ausgang des Spiels der „Kleeblätter“ gegen Arminia Bielefeld (Freitag, 18.30 Uhr) abhängen.

 

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