Furiose Anfangsphase: Veilchen gewinnen Abstiegsgipfel

Das Erzgebirgsstadion ist unter Domenico Tedesco wieder zu einer Festung geworden: Auch die Würzburger Kickers fuhren am Sonntag mit leeren Händen nach Hause. 3:1 gewinnen die Veilchen, sind dank der Ergebnisse der Konkurrenz der Gewinner des 31. Spieltags und springen hoch auf Rang 13.

Aue hellwach und effizient

Das neue Erzgebirgsstadion im Lößnitztal nimmt langsam Formen an, die ersten Sitzschalen werden montiert, doch noch bleibt die neue Haupttribüne für die Zuschauer gesperrt und trotzdem sorgten die Auer Fans wieder einmal für eine tolle Kulisse und Atmosphäre. Zwei Änderungen nahm Tedesco im Vergleich zum Heimspiel gegen Hannover 96 vor, Louis Samson kehrte nach seiner Gelbsperre zurück in die Innenverteidigung und Fabio Kaufmann ersetzte den gesperrten Sebastian Hertner auf dem linken Flügel. Das Kellerduell gegen die Würzburger Kickers war für beide Mannschaften wegweisend und die Veilchen erwischten im Gegensatz zum letzten Heimspiel gegen Hannover 96 den besseren Start. Keine drei Minuten waren gespielt, da klingelte es schon im Würzburger Tor, eine lange Freistoßflanke von Mario Kvesic flog durch den Strafraum und klatschte an die Querlatte, Fabian Kalig stand goldrichtig und drückte die Spielkugel über die Linie. Die Lila-Weißen waren sofort auf Betriebstemperatur, nur wenige Minuten später war es wieder ein langer Ball, der den Gästen zum Verhängnis wurde, denn Kurzweg konnte Calogero Rizzuto im Strafraum nur regelwidrig daran hindern zum Ball zu gehen. Für Strafstöße haben die Veilchen mit Dimitrij Nazarov einen Spezialisten, zum siebtem Mal trat der Aserbaidschaner in diesem Jahr an, zum siebtem Mal blieb er eiskalt – 2:0. Alle guten Dinge sind bekanntlich drei, so auch im Erzgebirge, 18 Minuten waren gespielt und wieder schlugen die Veilchen zu, eine schnelle Kombination über Nazarov und Christian Tiffert hebelte die Würzburger Viererkette aus, Pascal Köpke war nicht mehr aufzuhalten, ließ Kurzweg aussteigen und markierte das 3:0. Die Partie war schon früh entschieden, Würzburg teilte kräftig aus und sammelte bereits in der ersten Halbzeit vier gelbe Karten, dank der Milde von Schiedsrichter Rohde wurden es nicht mehr. Aue schaltete zurück und versuchte nur noch mit langen Bällen das eng gestaffelte Mittelfeld der Unterfranken zu überbrücken. Würzburg wurde aktiver, doch echte Torchancen erspielten sich die Gäste bis zur Pause nicht.

Weihrauch Sonntagsschuss reicht nicht

Auch im zweiten Durchgang ebbte die Partie weiter ab, Aue beschränkte sich weiterhin auf lange, hohe Bälle und überließ den Gästen größtenteils das Spiel. Die Würzburger kämpften und versuchten den Bock noch umzustoßen, doch an der Auer Fünferkette biss sich die Mannschaft von Bernd Hollerbach die Zähne aus. Für das einzige Highlight sorgte dann der eingewechselte Würzburger Weihrauch, der sich die Kugel an der Mittellinie erkämpfte und aus 25 Metern Martin Männel mit einem Sonntagsschuss in den Winkel keine Chance ließ - 3:1. Das war auch der Endstand, Würzburg bemüht, aber die Unterfranken waren im Auer Strafraum einfach zu harmlos. Aue stellte nach dem Dreierpack das Fußballspielen größtenteils ein und verließ sich auf Konter und lange Bälle. Auch Aue Trainer Tedesco monierte das und forderte nach dem Spiel von seiner Mannschaft unabhängig vom Ergebnis weiterhin am Spielplan festzuhalten. Dennoch ein verdienter Sieg für die Veilchen, die aufgrund der besseren Chancenverwertung und einer sicheren Abwehrreihe gewinnen.

Riesen Schritt Richtung Klassenerhalt

Nach zuletzt zwei sieglosen Spielen finden die Veilchen gegen einen direkten Konkurrenten wieder auf die Siegerstraße. Aue gewinnt die wichtigen Sechs-Punkte-Spiele gegen die Mannschaften im Tabellenkeller, vor allem zu Hause sind die Sachsen wieder eine Macht, unter Tedesco holte man vier Siege und ein Unentschieden. Mit 36 Punkten springen die Veilchen an Würzburg, Düsseldorf und den Löwen vorbei auf Platz 13 und haben drei Spieltage vor Schluss ein kleines Polster von drei Punkten auf den Relegationsplatz. Somit haben die Veilchen es selbst in der Hand und können, wenn sie ihre Leistungen weiter abrufen, schon beim nächsten Heimspiel gegen die roten Teufel aus Kaiserslautern den Klassenerhalt perfekt machen.

 

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