Furiose Fürther machen Lust auf mehr

Zum Start gegen Karlsruhe und Leipzig – da hat mancher Anhänger der SpVgg Greuther Fürth womöglich schon mit dem Schlimmsten gerechnet und seine Kleeblätter nach zwei Spielen erneut im unteren Tabellendrittel erwartet. Doch Prognosen im Fußball sind am Ende meistens für die Katz – und so überzeugte Fürth gegen die beiden Aufstiegsanwärter, holte vier Punkte und hätte sogar die volle Ausbeute schaffen können. Neu-Trainer Stefan Ruthenbeck ist es gelungen, die Truppe neu einzustellen und mit frechem Offensivfußball zu begeistern.

Überangebot an Stürmern verteilt sich auf allen Positionen

Ein Blick auf die Aufstellungen der ersten beiden Spieltage zeigt nicht nur, dass Ruthenbeck seine Wunschformation samt Stammkader gefunden zu haben scheint, sondern auch dass einige Akteure flexibel einsetzbar sind und auf unterschiedlichen Positionen zu überzeugen wissen. Bestes Beispiel: Johannes Wurtz. Der 1,82m große Angreifer wurde bereits in der Vorbereitung vermehrt als Rechtsverteidiger eingesetzt und durfte diesen Platz nach dem Ausfall von Zhi-Gin Lam nun auch in der Liga ausfüllen. Und die Abwehr hielt stand, selbst gegen das Angriffsbollwerk von RB Leipzig. Aber auch vorne überzeugte das Kleeblatt mit Positionswechseln, offensiven Auswechslungen und jeder Menge Druck nach auf das gegnerische Tor.

Einziges Manko ist die Chancenverwertung

Noch ist jedoch nicht alles perfekt bei den Franken. „Ich muss zwei oder drei Tore machen, am Ende ist es auch wenig meine Schuld, dass wir hier nicht gewonnen haben“, gab sich Neuzugang Veton Berisha gegenüber dem „Kicker“ selbstkritisch. Und in der Tat hatte die Spielvereinigung gegen Leipzig mehrfach den Sieg auf dem Fuß, wusste sich aber nicht zu belohnen. Daran wird Ruthenbeck im Training ansetzen müssen, dann könnte der Weg für die Fürther in der neuen Saison wieder weit nach vorne gehen. Vor den sogenannten Top-Favoriten aus Karlsruhe und Leipzig brauchen sich die Grün-Weißen jedenfalls nicht zu verstecken.

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