Fürth in der Krise: Seit Oktober ohne Heimtor
Im Mai des letzten Jahres stand die SpVgg Greuther Fürth in der Relegation zur Bundesliga und gegen den großen Dino aus Hamburg fehlte am Ende nur ein einziger Treffer, um wieder in das Oberhaus des deutschen Fußballs aufzusteigen. Doch knapp zehn Monate später ist die Situation bei den Franken völlig gekippt. Trainer Frank Kramer wurde entlassen, in der Tabelle kämpft man mittlerweile gegen den Abstieg, holte aus den letzten zehn Spielen in der 2. Bundesliga nur einen Sieg und ist mittlerweile seit Ende Oktober im heimischen Ronhof ohne eigenes Tor.
Heimkrise verschärft sich
Am 24. Oktober 2014 verlor das Kleeblatt mit 2:5 gegen den FSV Frankfurt. Warum wir diesen Fakt erwähnen? Es war das letzte Mal, dass die Fürther vor heimischem Publikum ins Tor des Gegners trafen. Vor heimischem Publikum folgten ein 0:3 gegen Karlsruhe, ein 0:0 gegen Heidenheim, 0:1 gegen Leipzig, 0:0 gegen Bochum, 0:1 gegen Ingolstadt, 0:0 gegen Sandhausen und ein 0:3 gegen die Münchner Löwen am letzten Wochenende. Alles in allem ist der letzte Sieg zu Hause am 3. Oktober gegen Erzgebirge Aue gelungen. In der Fremde konnte man zwar in der Zwischenzeit zwei Siege einfahren, doch der Abstand nach unten wird immer geringer. Die Ansprüche im Vorstand sind selbstverständlich ganz andere und so musste Trainer Kramer trotz auslaufendem Vertrag am Saisonende schon vorzeitig gehen. Doch auch unter dem neuen bzw. alten Coach Büskens stellt sich der Erfolg einfach nicht ein.
Harmlose Offensive
In der Hintermannschaft neigen die Kleeblätter zwar in manchen Spielen dazu die Kontrolle zu verlieren, sodass auch drei oder mehr Gegentore hin und wieder vorkommen, doch das Kernproblem im Team von Trainer Büskens ins zweifelsohne die Offensive. In 13 Spielen dieser Saison blieb man ohne eigenen Treffer und die beiden Toptorjäger Przybylko und Weilandt haben auch erst fünf Tore auf dem Konto. So führte der Weg in der Tabelle immer weiter gen Süden. Am 2. Spieltag gewann man mit 5:1 im Derby gegen den 1. FC Nürnberg und kletterte an die Tabellenspitze. Seither geht die Kurve der Platzierungen stetig und unaufhaltsam bergab und da die Konkurrenz im Keller mittlerweile anfängt Punkte zu sammeln, ist selbst der Abstieg noch nicht vom Tisch. Zwei Siege in 16 Spielen sind am Ende wohl einfach zu wenig, um sorgenfrei die Saison zu Ende spielen zu können.