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Gelingt die Trendwende? Werder vor "besonderer Atmosphäre" gefordert

© IMAGO / Jan Huebner

Der SV Werder Bremen startete durchwachsen in die Saison, durchlief dann ein vorläufiges Hoch und strauchelte nun wieder gegen Hamburg (0:2) und Dresden (0:3). Gelingt erneut die kurzfristige Trendwende? Dazu muss die Elf von Cheftrainer Markus Anfang eine der stabilsten Zweitligas-Mannschaften der vergangenen Jahre schlagen. Vor vollen Rängen im Weserstadion ist der 1. FC Heidenheim zu Gast.

Volle Auslastung möglich

42.100 Tickets darf Werder Bremen dank der 2G-Regelung für das kommende Heimspiel am Freitagabend (18:30 Uhr) gegen Heidenheim verkaufen – damit wäre das Weserstadion wieder voll ausgelastet. Kann das Publikum somit zur Trendwende beitragen? Dem SVW wäre das nach zwei Niederlagen ohne eigenen Treffer mehr als recht. "Es ist schön, dass sich das in diese Richtung entwickelt. Wir sind über jeden Fan dankbar und jetzt wird es morgen an uns liegen die Fans mitzunehmen und dementsprechend für eine positive Atmosphäre zu sorgen", stellte Markus Anfang seine Mannschaft auf das kommende Duell ein.

Zu Gast ist der 1. FC Heidenheim, der mit drei Siegen infolge anreist. "Sie haben eine gewisse Stabilität, sodass sie über Jahre hinweg oben mit dabei sind", warnte Anfang vor den Brenzstädtern, die sich inzwischen auf den dritten Rang vorgeschoben haben. Diesen Platz werden die Gäste an der Weser verteidigen – wenn nicht gar verbessern – wollen: "Natürlich wollen sie das Spiel gewinnen, werden sich nicht aus der Ruhe bringen lassen und wissen um ihre Stärken. So werden sie auch auftreten."

"Niemanden in eine Rolle drängen"

In Bremen wächst derweil der Druck, die Werderaner sind gefordert. "Es ist wichtig, dass wir uns als Mannschaft unterstützen", pflichtete Clemens Fritz neben dem Cheftrainer bei. "Wir wollen niemanden in eine Rolle drängen, aber jeder Spieler muss für sich und für das Team Verantwortung übernehmen, so gewinnst du auch Spiele." Der 363-fache Werder-Akteur spricht aus seinen vielen Erfahrung im Bremer Trikot, doch die Wende auf dem Platz müssen natürlich die aktuellen Spieler herbeiführen. Besonders nach der 0:3-Pleite gegen Dresden herrscht Verunsicherung.

Ömer Toprak (Wadenprobleme), Christian Groß (Knieverletzung) und Leonardo Bittencourt (Aufbautraining) werden am Freitagabend nicht dazu beitragen können, wieder an Stabilität zu gewinnen. Auch Youngster Nick Woltemade (Sprunggelenksprobleme) fällt für die Partie aus. Außenbahnspieler Felix Agu kann dagegen wieder mitwirken. Fritz appellierte an Mannschaft und Publikum. "Wir haben die Verantwortung den Funken vom Platz auf die Tribüne überspringen zu lassen", so der Lizenzbereichs-Leiter, der sich auch auf die Rückkehr der Bremer Ultra-Gruppierung freut: "Es ist einfach eine besondere Atmosphäre, wenn die Ultras wieder im Stadion sind. Auch als Spieler kann das einen Kick geben." Möglicherweise ein Faktor, den der SVW jetzt mehr denn je braucht.