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"Genießen die Momentaufnahme": SC Paderborn kann auch Arbeitssieg

IMAGO / PaetzelPress

Beim 1:0-Heimsieg gegen den 1. FC Magdeburg zeigte der SC Paderborn in dieser Saison noch nicht so häufig benötigte Kompetenzen und fuhr einen klassischen Arbeitssieg ein. Entsprechend stelle Trainer Lukas Kwasniok seiner Mannschaft ein "Riesenkompliment" aus.

Probleme im ersten Durchgang

Während aufseiten der Gäste aus Magdeburg nach der Partie großer Frust aufgrund der Leistung des Unperteiischen herrschte, war die Gefühlslage beim SC Paderborn naturgemäß eine andere. Dass die mit 21 erzielten Treffern stärkste Offensive an diesem Samstag nur einen einzigen brauchte, um am Ende dennoch drei Punkte mitzunehmen, nötigte allen Beteiligten größten Respekt ab. Dabei sah es im ersten Durchgang teilweise nicht wirklich gut aus. "Wir haben in der ersten Hälfte im Anlaufverhalten zu wenig investiert und dann ist es schwer, Zugriff zu bekommen", bemängelte SCP-Coach Kwasniok auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Erst mit dem Platzverweis gegen Magdeburgs Jamie Lawrence (40.) kam der Spitzenreiter, der seine Position durch den Sieg weiter halten konnte, besser ins Spiel. Auch in der Überzahl seien seine Spiele "immer geduldig geblieben und sind nie nervös geworden", lobte der 41-Jährige. "Wir haben es in der ersten Hälfte nicht gut gemacht, am Ende kommt uns die Gelb-Rote Karte extrem entgegen", wertete auch Neuzugang Maximilian Rohr, der gleich von Beginn in der Innenverteidigung an ran durfte, im Gespräch mit dem "Westfalen-Blatt".

"Es war harte Arbeit"

Auch nach der Ampelkarte brauchte der SCP im zweiten Durchgang ein wenig, ehe die Erlösung durch Marvin Pieringer, der nach einem Abpraller hellwach blieb, in der 79. Spielminute erfolgte. Dass seine Mannen, die zuletzt immer wieder für Offensivspektakel standen, dabei nicht die Ordnung verloren, verlangte Coach Kwasniok "ein Riesenkompliment an die Mannschaft" ab. Auch Fabian Wohlgemuth, Manager des SC Paderborn, sah "weniger Spektakel", dafür aber "harte Arbeit" – was keinesfalls ein Negativpunkt sein sollte.

Viel mehr fügte der Arbeitssieg dem Kompetenzportfolio des derzeitigen Tabellenführers eine weitere Facette hinzu. Neben Hurra-Fußball kann der SCP auch Arbeitssiege einfahren. "Am Ende", so Wohlgemuth, "gibt es auch für ein 1:0 drei Punkte". Drei Punkte, die den Zählerstand der Ostwestfalen auf 16 anwachsen lassen. Lediglich Damstadt kann am Sonntag mit einem Sieg gegen Bielefeld nach Punkten gleichziehen, wobei die Paderborner das bessere Torverhältnis auf ihrer Seite haben dürften. "Wir genießen die Momentaufnahme", gestand Kwasniok zu, wollte aber den Fokus nicht verlieren. Bereits in der kommenden Woche werden im neuerlichen Heimspiel gegen Regensburg wieder alle Kompetenzen gefordert sein – vielleicht auch die hinzugekommenen.