"Gesunden Mix finden": Respekt und Angriffslust bei Hansa Rostock

Vor dem Spitzenspiel am Samstagabend gegen den FC Schalke 04 zeigten sich die Akteure beim F.C. Hansa Rostock überaus optimistisch, zu den Gelsenkirchenern aufschließen zu können – auch wenn der Respekt vor dem Absteiger und insbesondere Rekord-Stürmer Terodde groß war.

"Wir müssen auf uns schauen"

Auf die Frage, was die Rostocker und den Bundesliga-Absteiger aus dem Ruhrgebiet trenne, antwortete Hansa-Verteidiger Roßbach etwas süffisant: "Drei Punkte." Unrecht hatte er damit nicht, steht der Aufsteiger mit sieben Punkten doch tatsächlich drei Zähler hinter S04. Ebendiese Angriffslust erwartet auch Trainer Jens Härtel von seinen Mannen am Samstagabend auf dem Feld im Ostseestadion. Den Fokus wollte er vor dem Spiel dabei ausschließlich auf das eigene Spiel richten. "Wir müssen zusehen, dass wir Punkte holen", gab er die Motivation pragmatisch an.

Taktisch ließ sich der Übungsleiter dabei noch nicht zu sehr in die Karten schauen und ließ offen, ob die Kogge mit einer Dreierkette im 3-5-2-System oder einer Viererkette ins Spiel starte. Personell hat der Coach derweil weniger Alternativen als gewohnt. Neben den beiden Langzeitverletzten Maurice Litka und Tobias Schwede wird auch Eigengewächs Lukas Scherff mit Knieproblemen passen müssen. Der Einsatz der Stürmer Pascal Breier und Streli Mamba ist krankheitsbedingt fraglich. Ridge Munsy wird wohl zentral starten, da Neuzugang Duljevic "nur theoretisch" bereit wäre, "praktisch aber eher nicht", wie Härtel einschätzte.

Faktor Terodde

Ein anderer Stürmer wird auf der Gegenseite gewiss starten: Simon Terodde, der bereits acht Tore auf seinem Konto aufweist. "Man kann ihn schon über 90 Minuten ausschalten, aber die Wahrscheinlichkeit ist gering", wusste auch Roßbach angesprochen auf den Schalker Angreifer. Jens Härtel hob neben dem Zweitliga-Rekordjäger noch seinen ehemaligen Schützling Marius Bülter heraus. "Außergewöhnlich", fand es der Trainer, "dass wir gegen sie spielen." Dennoch gebe es "auch andere große Namen in der Liga", wobei er exemplarisch Nürnberg nannte, gegen die Hansa eigentlich durchaus Punkte verdient gehabt hätte.

Was nun getan werden kann, um die Schalker zu stoppen? Roßbach machte zwei Faktoren aus: Zum einen sollte das nahezu Unmögliche geschafft und Terodde gestoppt werden. Dafür müsse das Abwehrkollektiv ihm "auf gut Deutsch richtig auf den Sack gehen".  Spielerisch gelte es dabei "einen guten Mix zu finden" zwischen abwartenderen und forscheren Passagen. Der gewichtigste Faktor aber waren für den Abwehrmann die 15.000 Fans, die auch am Samstag wieder erwartet werden. Falls ebendiese wieder denselben Support zeigen würden wie zuletzt, "dann werden wir Paroli bieten können", war er sich sicher. Dies gilt es nun zu überprüfen.

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