Greuther Fürth: Der sportlichen Schwankung folgt die Finanzielle

Eine Achterbahn der Gefühle steht allen Anhängern der SpVgg Greuther Fürth bevor, denn kurz nach dem berauschenden 4:0-Erfolg gegen St. Pauli verkündete Präsident Helmut Hack ein Konzern-Minus in sechsstelliger Höhe. Künftig soll der Verein durch kluge Transferstrategien überlebensfähig bleiben.
Franke und Berisha wertvoll wie nie
Marcel Franke und Veton Berisha sind aktuell vermutlich die Lieblingsspieler von Fürth-Präsident Helmut Hack. Beide spülten dem Club bei ihren jeweiligen Wechseln im vergangenen Sommer einen Millionenbetrag in die klammen Kassen der Spielvereinigung. Zwar wird die Transfersumme von knapp 4,5 Mio. Euro erst im kommenden Geschäftsjahr in die Bilanz einfließen, jedoch lesen sich die aktuellen Zahlen mit diesem Hintergedanken etwas leichter. Bei einem Gesamtumsatz von knapp 25,5 Mio. Euro steht Greuther Fürth am Ende ein Konzern-Minusbetrag in Höhe von 768.000 Euro zu Buche. "Das Ergebnis wurde von einem nicht planbaren Forderungsverlust eines wichtigen Sponsors im hohen sechsstelligen Bereich belastet. Daraus ergeben sich auch Einbußen für die laufende Saison. Dennoch verfügen wir weiterhin über eine gute Eigenkapitalquote. Wir sind gesund und liquide.", verkündet Präsident Hack in einer offiziellen Stellungnahme. In die gleiche Kerbe schlägt auch Geschäftsführer Holger Schwiewagner, der die vorausschauende Geschäftspolitik des Vereins lobt. Dennoch bleibt eine Kostenreduzierung in sämtlichen Bereichen unausweichlich. "Ohne Transfers sind wir nicht wettbewerbs- und überlebensfähig.", betont Präsident Hack deshalb die Situation, die Fürth zwar sportlich ziemlich gebeutelt hat, aber dafür die finanzielle Zukunft des Vereins sichern könnte.