"Großen Schritt gehen": Bielefelder Festlichkeiten zum Jubiläum?

Auf der Bielefelder Alm steht das 100-jährige Stadionjubiläum an. Ein Rahmen, in dem Cheftrainer Mitch Kniat besonders gerne einen Sieg einfahren würde, denn der Abstiegskampf spitzt sich für die Arminia zu - und dank der letzten Erfolge haben die Ostwestfalen alles in der eigenen Gast. Am Samstag (13 Uhr) wird der VfL Bochum zu Gast sein.

"Freuen uns sehr auf die Stimmung"

Die Schilder rund um die Bielefelder Spielstätte wurden bereites ausgetauscht. Aus der SchücoArena wird einmalig wieder das Alm-Stadion, wie es auch schon beim Eröffungsspiel zwischen Arminia Bielefeld und Victoria Hamburg am 1. Mai 1926 war. Nur dieses Mal soll das Ergebnis besser laufen, denn seinerzeit gewannen die Norddeutschen mit 5:1. "Ich finde es eine coole Sache, dass Schüco uns diesen besonderen Moment ermöglicht und wir unser Stadion an diesem Spieltag wieder Alm nennen dürfen", freute sich DSC-Coach Mitch Kniat über die besondere Geste. "Das ist nicht selbstverständlich. Für viele wird es vermutlich immer die Alm bleiben, trotzdem wissen wir natürlich auch, was wir an Schüco haben."

Das 100-jährige Stadionjubiläum erhält mit dem NRW-Duell zwischen Bielefeld und Bochum zusätzlich einen besonderen Charakter. Während der VfL auf der Alm den Klassenerhalt endgültig fixieren kann, müssen die Ostwestfalen ohnehin noch weitere Punkte im Abstiegskampf einsammeln. "Wir freuen uns sehr auf die Stimmung. Trotzdem bleibt die Aufgabe dieselbe: Wir wollen ein gutes Spiel machen und mit einem Sieg einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt gehen", fand Kniat. In diesem Rahmen muss der Fußballlehrer auf Arne Sicker verzichten, aber zumindest bei der Oberschenkelverletzung von Roberts Uldrikis sah es besser aus. Joel Felix konnte Teile des Mannschaftstrainings nach seiner Schulter-OP absolvieren.

"Der Druck ist nicht kleiner geworden"

Sieben Punkte konnte Bielefeld aus den letzten fünf Partien mitnehmen, weshalb die Formkurve der Arminia weiter ansteigend ist. Daran muss die Kniat-Elf anknüpfen. "Dafür müssen wir die gleiche Energie wie in der vergangenen Woche auf den Platz bringen, unabhängig davon, was im Spiel passiert", forderte der Cheftrainer von seiner Mannschaft - und stellte sie darauf ein, dass Bochum in seiner intensiven Herangehensweise in Nichts nachstehen wird: "Bochum hat einen Trainer, der seiner Mannschaft alles abverlangt. Sie spielen sehr intensiv und verfügen über einen guten Spielaufbau. Für mich haben sie einen starken Mix aus erfahrenen Spielern und jungen, talentierten Akteuren mit viel Tempo über die Außenbahnen."

Trotz Höhen und Tiefen in der laufenden Saison habe der Bundesliga-Absteiger sicherlich Qualität im Kader, die an der Castroper Straße aber nur phasenweise herausgekitzelt wurde. Jetzt ist Bielefeld gefordert, um den Abstand von zwei Punkten zum Abstiegs-Relegationsplatz mindestens beizubehalten. "Wir müssen genauso liefern wie in der vergangenen Woche. Natürlich ist es ein anderes Spiel, aber der Druck ist nicht kleiner geworden", so Kniat. "Wir müssen weiter punkten und über dem Strich bleiben." Denn in der letzten Saisonphase passieren oftmals "verrückte Dinge", von denen Bielefeld aber kein Teil sein möchte. Der Cheftrainer war sich sicher: "Wenn wir aber weiter so auftreten wie zuletzt, werden wir am Ende auch erfolgreich sein."

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