Hannover: "Fall Schatzschneider“ außergerichtlich beigelegt

Der "Fall Dieter Schatzschneider“ bei Hannover 96 ist erledigt. Der Scout und Ex-Torjäger der Niedersachsen und der Klubchef Martin Kind einigten sich außergerichtlich auf die Entfernung einer umstrittenen Abmahnung aus der Personalakte der Vereinsikone.

"Überflüssig wie ein Kropf“

"Das Ganze“, kommentierte Kind beim Online-Portal Sportbuzzer die Beilegung des Streits, „war überflüssig wie ein Kropf.“ Der Friedensschluss zwischen Kind und dem Klub auf der einen Seite sowie Schatzschneider auf der anderen erfolgte nur kurz vor dem für Freitag anberaumten Gütetermin wegen der von dem Ex-Profi eingereichten Klage vor dem Arbeitsgericht Hannover.

Auslöser waren kritische Aussagen von Schatzschneider im vergangenen Herbst über den damaligen 96-Trainer Jan Zimmermann. ´"Es steckt so gutes Potenzial in der Mannschaft, das müsste auch mal einer wecken - mit der richtigen Aufstellung und der richtigen Taktik", hatte der frühere Stürmer in einer öffentlichen Talkrunde Zweifel am mittlerweile auch beurlaubten Coach erkennen lassen. Dafür mahnte der Verein den 63-Jährigen ungeachtet Schatzschneiders Verdienste um Hannover ab.

"Würde Wortwahl so nicht wiederholen“

Zur außergerichtlichen Einigung trug auch Schatzschneiders Einsicht bei. "Jeder weiß, ich rede häufig einfach frei drauflos. Im Nachhinein würde ich diese Wortwahl allerdings so nicht wiederholen", erklärte die 96-Ikone.

Dem Deal zufolge muss das Abmahnungsschreiben zum 31. Mai aus Schatzschneiders Personalakte bei den "Roten" entfernt werden. Ob damit aber auch die Risse im bis zum vergangenen November engen Verhältnis zwischen dem populären Vereins-Rekordtorschützen und Kind, die vor ihrem Zerwürfnis in der Regel gemeinsam zu Auswärtsspielen reisten, auch wieder gekittet werden können, bleibt zumindest vorerst noch fraglich.

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