Hannover 96 legt Einspruch gegen Darmstadt-Spiel ein

Das Duell zwischen Hannover 96 und dem SV Darmstadt (1:2) vom Montagabend geht in die nächste Runde. Wie der Deutsche Fußball-Bund am Donnerstag mitteilte, haben die 96er Einspruch gegen die Wertung eingelegt.

Ärger um nicht nicht gegebenen Treffer

Am Montag hatten die Niedersachsen ihr Heimspiel gegen den SV Darmstadt 98 mit 1:2 verloren. Großer Aufreger war dabei der Treffer zum vermeintlichen 2:2-Ausgleich durch Hannovers Marc Stendera kurz vor Spielende, der jedoch nach Eingreifen des Video-Schiedsrichters zurückgenommen wurde.

Zuvor hatte Schiedsrichter Martin Thomsen den Ball abgefälscht und damit eine neue Spielsituation eingeleitet – der Schiedsrichter ist nach neuer Regel jedoch keine "Luft" mehr. "Ich habe erst auf der Bank erfahren, dass es diese Regel gibt. Wer diese Regel erfunden hat … aber es ist halt so", sagte Hannovers Trainer Kenan Kocak vor einigen Tagen gegenüber der "Welt".

Erfolgsaussichten eher gering

Auch nach einigen Tagen ist der Ärger noch immer groß in Hannover, weshalb der Klub Einspruch eingelegt hat. Hannover begründet diesen damit, dass die Rücknahme des Tores zum vermeintlichen Ausgleich regelwidrig erfolgt sei, "wobei diese Entscheidung den Ausgang des Spieles mit hoher Wahrscheinlichkeit beeinflusst habe", schreibt der DFB in einer Mitteilung. Zudem teilte der Bundesliga-Absteiger mit: "Nach unserer festen Überzeugung hätte dieses Tor – auch trotz der zu Saisonbeginn erfolgten Änderung im Regelwerk – gezählt werden müssen."

Das Sportgericht wird zunächst Stellungnahmen Beteiligten einholen. Wie es im Verfahren weitergeht, soll "zu gegebener Zeit" mitgeteilt werden. Klar ist allerdings: Die Erfolgsaussichten sind eher gering, da die Schiedsrichter regelkonform entschieden haben. Ein Wiederholungsspiel scheint nahezu ausgeschlossen.

SVD geht von Tatsachenentscheidung aus

Darmstadts Sportchef Carsten Wehlmann zeigte in einer Mitteilung zwar "Verständnis für die Enttäuschung von Hannover 96" betonte aber: "Da der Unparteiische sich die Situation im Anschluss in der Review-Area angeschaut und bewertet hat, gehen wir daher von einer unanfechtbaren Tatsachenentscheidung aus."

 

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