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Hannover weiter auf der Suche nach einem Sechser – Blick in die 1. Liga

© IMAGO / HMB-Media

Auch wenn die Lösung gegen Werder Bremen im defensiven Mittelfeld funktioniert hatte, sucht Hannover 96 weiter einen neuen Spieler auf der Position des Abräumers. Der Blick geht dabei in die erste Liga.

"Bleiben aber geduldig"

"Wir würden es natürlich gern schnell regeln, bleiben aber geduldig", sagte 96-Sportdirektor Marcus Mann der "Neuen Presse". Schließlich gebe es "keine Frist" – nur das allgemeine Ende des Transfermarktes am 31. August. Bis dahin soll die Suche nach einem neuen Spieler aber nicht ausgereizt werden. Denn klar ist: Je schneller der neue Defensivspieler bei den Niedersachsen ist, desto schneller kann er sich einleben und an die Abläufe auf dem Feld gewöhnen, "umso schneller haben wir noch mehr Qualität", meinte Trainer Jan Zimmermann.

Das Anforderungsprofil ist eindeutig: Der Neue soll Deutsch sprechen, die 2. Liga kennen, erfahren und im Idealfall ablösefrei sein, sowie keine horrenden Gehaltsvorstellungen haben. Klingt nach einer eierlegenden Wollmilchsau – die der Markt aktuell noch nicht hergibt. Deshalb muss der Klub weiter geduldig bleiben und hoffen, dass mit voranschreitender Vorbereitung in der erste Liga immer mehr Spieler Wechselwünsche hinterlegen, da sie absehen, nicht so viel Spielzeit zu bekommen, wie sie es sich wünschen. Dann wollen die 96er parat stehen und zugreifen.

Kiomourtzoglou zu teuer

Ein Kandidat zuvor war Orestis Kiomourtzoglou. Der 23-Jährige wurde in München geboren, hat griechische Wurzeln. Mann bestätigte das Interesse am früheren U21-Nationalspieler. Das Problem: Heracles Almelo wollte eine Ablöse für den Rechtsfuß, der in den Niederlanden noch bis mindestens 2023 unter Vertrag steht. Ein Ausschlusskriterium für die Roten.

Beim Auftakt gegen Werder Bremen (1:1) hatte Zimmermann mit Dominik Kaiser und Sebastian Ernst im defensiven Mittelfeld spielen lassen. Der Plan ging auf, beide konnten überzeugen. Dennoch habe sich am Transferplan nichts geändert, so Zimmermann: "Wir müssen mehr sehen als dieses eine Ergebnis, können nicht mit elf oder 15 Spielern in die Saison gehen. Wir brauchen immer Alternativen." Wichtig sei es auch, "andere Spielertypen" zu haben, um"flexibler und variabler zu sein".