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Hansa im Formtief: "Die Frage stellen, welche Lösungen es gibt"

© IMAGO / Jan Huebner

Der Wind beim F.C. Hansa Rostock wird rauer! Nach zuletzt drei Niederlagen taumelt das Team Richtung Abstiegsplätze. Am Samstag (13 Uhr) steht zu Hause das Ost-Duell gegen den 1. FC Magdeburg an. Ein Sieg muss her, damit die Stimmung nicht noch weiter kippt.

Zuletzt viele individuelle Fehler

0:2 beim Karlsruher SC, 0:1 zu Hause gegen Hannover 96 und 1:3 bei Fortuna Düsseldorf. Der gute Saisonstart des F.C. Hansa Rostock (drei Siege aus fünf Spielen) ist ein Stück weit verpufft. Vor allem in Düsseldorf enttäuschte die Truppe von Trainer Jens Härtel mächtig. Dementsprechend deutlich fielen die Worte von Coach und auch Angreifer John Verhoek aus, der das Spielsystem kritisierte. "Das zeigt, dass sie sich mit der Situation auseinandersetzen. Dass John unzufrieden ist, wenn keine Bälle in die Box kommen, ist auch nicht überraschend. Da müssen sich Spieler und Trainerteam eben die Frage stellen, welche Lösungen es gibt", sagte Martin Pieckenhagen, Vorstand Sport bei Hansa, der "Bild", will die Situation aber nicht dramatisieren.

Doch klar ist: Es muss etwas passieren. Vor allem die vielen individuellen Fehler der vergangenen Wochen müssen abgestellt werden. Diese seien "immer blöd, aber die passieren. Wichtiger ist, wie der Spieler damit umgeht. Ob ihn das runterzieht oder er sich in der nächsten Trainingswoche zeigt, Bälle will", so der 50-Jährige. Der auch die taktische Umstellung im Sommer verteidigt: "Am Ende voriger Saison haben alle nach Variabilität gerufen. Aber es ist doch klar: Wenn du keinen Erfolg hast, kommt alles auf den Prüfstand."

"Nichts von der Öffentlichkeit hineintragen lassen"

Sollte die Kogge auch gegen den FCM unterliegen, so die vierte Niederlage in Serie hinnehmen müssen, würde sich in der Art der Aufarbeitung jedoch nichts ändern, meinte Pieckenhagen. "Genaue Analysen machen wir immer, auch nach Siegen. Ergebnis sollte immer sein, dass sich negative Dinge nicht wiederholen und dass Lösungen gefunden werden, wie man die nächsten Wochen zusammenarbeitet."

Und das soll im Idealfall noch mit Jens Härtel passieren. "Wir werden uns nicht treiben lassen und auch nichts von der Öffentlichkeit hineintragen lassen, das hat dem Verein nie gutgetan." Das Problem kann Härtel am besten umgehen, indem es den ersten Sieg nach knapp einem Monat gibt.