Heidenheim: Erste Heimniederlage nach schwacher Leistung

Nun hat es auch den 1. FC Heidenheim erwischt. Im siebten Heimspiel der Saison setzte es für den 1. FCH die erste Heimniederlage der Saison. Gegen Union Berlin zog man mit 0:2 (0:0) den Kürzeren. Für die Gäste aus der Hauptstadt trafen Damir Kreilach und Steven Skrzybski, die über die gesamte Spielzeit durch ihren kompromisslosen Einsatz das Spiel über weite Teile im Griff hatten und nicht unverdient als Sieger vom Platz gingen.

Teams geizen an den falschen Stellen

Berlin agierte aus einer kompakten Grundordnung heraus. Mit einer Fünferkette und davor zwei Sechsern machte man den Raum für den Gegner eng. Die Heidenheimer fand kein Mittel, um sich gegen diese defensive Grundordnung Chancen zu erspielen. Bei Ballgewinn schalteten sich die beiden Außenverteidiger der Gäste stets mit in den Angriff ein. Aber auch die Berliner fanden kein probates Mittel gegen die starke Defensive der Heidenheimer. Diese hätten ihrerseits die Chance gehabt durch einen Ballgewinn im Mittelfeld und durch schnelles Umschalten, den Gegner vor ernsthafte Probleme zu stellen, da diese bei eigenem Ballbesitz über die Außen angreifbar gewesen wären. Statt vieler Chancen, gab es nur zahlreiche Zweikämpfe im Mittelfeld zu sehen. Die Berliner schielten dabei auf das zurückliegende DFB-Pokalspiel der Heidenheimer, die in Sandhausen über 120 Minuten gehen mussten. Es hatte den Anschein, dass ihnen dieses Spiel noch in den Knochen steckt, da die Berliner einfach immer einen Schritt schneller und griffiger waren. Bezeichnend für die schwache erste Halbzeit, entstand das erste Tor aus einer Standardsituation heraus. Union führte eine Ecke kurz aus, Maximilian Thiel flankte auf den zweiten Pfosten, wo Kreilach frei stand und den Ball aus einem unmöglichen Winkel zwischen Zimmermann und den Pfosten vorbei ins Tor legte. Andreas Voglsammer versuchte den Ball noch wegzugrätschen, war aber, wie das gesamte Team im ersten Spielabschnitt, einen Tick zu spät dran und erwischte den Ball nur noch hinter der Linie. „Wir rücken nicht schnell genug heraus auf den kurz ausgeführten Eckball, wir sind nicht da am zweiten Pfosten und der Ball kullert irgendwie in das Tor“, kommentierte ein sichtlich bedrückter Frank Schmidt das Gegentor.

Heidenheim kommt nicht zum Zug

Umgehend nach dem Seitenwechsel hatten die Heidenheimer ihre beste Phase im Spiel. Sie setzten die Gäste nun früher unter Druck und verlagerte das Spielgeschehen deutlich in die Hälfte der Eisernen. Gefährlich für Torhüter Daniel Haas wurde es trotzdem nicht. Einzig beim Schuss von Norman Theuerkauf spürte man einen Hauch von Torgefahr. Wie es geht zeigt dann wiederum die Gäste. Kreilach schlug einen Ball auf Verdacht weit in die Hälfte des 1. FCH. Mathias Wittek schien den Ball einfach zurückköpfen zu können, aber dieser Versuch missglückte. Skrzybski spritzte dazwischen, umkurvte Jan Zimmermann und schob mühelos zum 2:0 ein. „Wir haben zu lange gebraucht, um die Situation richtig einzuschätzen und den Ball zu klären. Das war dann auch die Entscheidung“, so Schmidt. Dieser lobte denn sein Team, dass sie auch danach alles in die Waagschale geworfen haben, um das Spiel doch noch positiv zu gestalten, aber es zeichnete sich bereits früh ab, dass es für die Heidenheimer einfach ein gebrauchter Tag war. Haas sorgte gegen Ende mit seinem Ausflug dann noch einmal für Aufsehen. Bei einem Freistoß aus dem Halbfeld verschätzte er sich am Strafraumrand und der Ball rutschte durch seine Hände. Toni Leistner hatte sich aber richtig positioniert und köpfte den Ball aus der Gefahrenzone. Das Spiel ging dann ohne weitere Höhepunkte zu Ende und die Gäste entführten durch ihren sehr souveränen Auftritt verdient die drei Punkte aus Heidenheim.

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