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Heidenheim überwindet Braunschweig-Trauma

Im zwölften Anlauf war es endlich soweit. Ein zuvor nie da gewesenes Gefühl spürten die Spieler, Trainer, Funktionäre und Fans des 1. FC Heidenheim am vergangenen Mittwochabend. Zum ersten Mal in der Geschichte gelang ein Sieg gegen die Eintracht aus Braunschweig. Denis Thomalla und Kolja Pusch trafen zum 2:0 Erfolg. Dabei sah es lange so aus, als würde es auch im zwölften Anlauf nichts mit dem erhofften Sieg werden.

Braunschweig dominiert

Exakt fünf Wochen nach dem unglücklichen Ausscheiden gegen Eintracht Frankfurt (1:2 n.V.) im Achtelfinale des DFB-Pokals, begann in der zweiten Bundesliga der Ligaalltag. Heidenheim nutzte die verkürzte Winterpause für ein Trainingslager in Spanien und begrüßte mit Oliver Steurer und Maurcie Multhaup zwei neue Gesichter in den eigenen Reihen. Dafür verließ Ben Halloran den Verein und wechselte nach Japan. Während Multhaup noch Rückstand hat und deshalb nicht im Kader stand, kam Steurer bereits nach 33 Minuten zu seinem Zweitligadebüt. Mathias Wittek musste nach einer frühen gelben Karte bereits frühzeitig heruntergenommen werden. Ein Indiz der Braunschweiger Überlegenheit im ersten Spielabschnitt. Mit etwa 60% Ballbesitz verlagerten die Gäste das Spielgeschehen weit in der gegnerischen Hälfte. Heidenheim hatte erheblich Probleme in den ersten 35 Minuten sich konstruktiv nach vorne zu spielen, geschweige denn für Entlastung um den eigenen Strafraum zu sorgen. Braunschweig diktierte das Spiel beinahe nach Belieben. Das einzige Manko der Gäste war in dieser Phase die Chancenverwertung. Gustav Valsvik köpfte freistehend aus wenigen Metern nur an die Latte (26.). Auch Hendrick Zuck machte es kurz vor der Pause nicht besser und verfehlte die überfällige Führung aus kürzester Distanz (41.). Die Schwaben boten indes mit die schwächste Saisonleistung bisher. Erst in der Schlussphase des ersten Spielabschnitts, kamen sie zu einer Eckballserie. Eine wirklich gefährliche Gelegenheit ergab sich hieraus aber auch nicht. FCH-Trainer Frank Schmidt „war dankbar“ über den Halbzeitpfiff, wo er seinem Team neue Anweisungen mit auf den Weg geben konnte.

Matchwinner Thomalla

Ein komplett anderes Bild bot sich nach dem Seitenwechsel. Heidenheim stand defensiv nun besser und spielte konsequenter nach vorne. Doch wie so oft musste ein Standard als Dosenöffner dienen. Diesen trat Marc Schnatterer an den Elfmeterpunkt und Thomalla verlängerte den Ball an den Innenpfosten ins Tor (49.). Braunschweigs Matchplan war damit hinüberfällig. Das Gegentor lähmte die Gäste aus Niedersachsen, die nun ihrerseits erhebliche Probleme hatten für Offensivakzente zu sorgen. Mit einem schnellen Umschaltspiel brachten die Hausherren große Unruhe in den Defensivverbund des BTSV. Einer dieser Angriffe sorgte beinahe für eine Vorentscheidung, doch Jasmin Fejzic lenkte einen Schnatterer Schuss überragend um den Pfosten. Als Schnatterer zum anschließenden Eckball lief, klatschte er Fejzic für dessen Parade ab (63.). Dann wurde es lange Zeit ruhig auf dem Spielfeld, da Braunschweig keine Mittel die Abwehr des FCH in Bedrängnis zu bringen. In der Schlussphase fiel dann folgerichtig das 2:0. Thomalla flankte einen „totgeglaubten“ Ball in die Mitte. Dort kam Pusch an den Ball und beförderte den Ball über Fejzic hinweg ins Tor (83.). Davon erholte sich Braunschweig nicht mehr und Heidenheim gelang es den Vorsprung über die Zeit zu bringen und behielt so erstmals die Überhand gegen die Niedersachsen. „Ich freue mich nicht, dass wir zum ersten Mal in unserer Vereinsgeschichte Braunschweig geschlagen haben, sondern weil die Punkte so wichtig sind