Hinrunden-Check: Die Überraschungen und Enttäuschungen

Während in der Bundesliga noch zwei Spiele anstehen, um die Hinrunde der Saison 2014/2015 vollständig abzuschließen, ist die 2. Liga bereits am zurückliegenden Wochenende in der Halbzeit der aktuellen Spielzeit angekommen. In 17 Spielen hatte die Teams bisher die Gelegenheit, möglichst viele Punkte zu sammeln. liga2-online.de wirft einen Blick auf die Überraschungen und Enttäuschungen der Hinrunde:
Überraschung: Darmstadt 98
Mit 29 Punkten steht Aufsteiger Darmstadt 98 zum Abschluss der Hinrunde auf einem sensationellen dritten Tabellenplatz. Nachdem die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster vor der Saison eher zu den Abstiegskandidaten gehörte, überraschten die Lilien im Laufe der Spielzeit so manchen Experten. Gerade einmal zwei Niederlagen mussten der SV98 einstecken. Nur Tabellenführer Ingolstadt wurde seltener besiegt (1). Darüber hinaus erwies sich die Abwehr der Darmstädter als Prunkstück: Trotz des Abgangs von Stammkeeper Jan Zimmermann kassierte der SVD nur zwölf Gegentore. Derzeit sind die Lilien seit fünf Spielen ohne Gegentreffer. Vom Durchmarsch in die Bundesliga spricht aber dennoch natürlich niemand - der Klassenerhalt bleibt das erklärte Ziel.
Neben den Lilien wusste aber auch Aufsteiger Heidenheim zu überraschen: Mit 25 Punkten aus 17 Spielen stehen die Brenzstädter im sicheren Mittelfeld. Ernsthafte Abstiegssorgen muss sich der Zweitliga-Neuling in dieser Saison vermutlich nicht machen. Dies galt vor der Saison auch für den FC Ingolstadt. Dass die Audistädter dann aber derart deutlich (sechs Punkte Vorsprung auf Rang zwei) Herbstmeister werden würde, hätte dennoch niemand erwartet.
Enttäuschung: St. Pauli, 1860 München und Nürnberg
Die Ziele der ehemaliger Erstligisten in der 2. Liga sind traditionell noch: So rechneten sich St. Pauli, 1860 München und vor allem der 1. FC Nürnberg vor der Saison gute Aufstiegschancen aus. Während die Löwen als Meister aufsteigen wollten, wurde der FCN von den Trainern der 2. Liga zum Top-Aufstiegsfavoriten erklärt. Zur Halbzeit ist das Trio von seinen Zielen deutlich entfernt. Während sich Nürnberg nach dem extrem schwachen Saisonstart (fünf Niederlagen in den ersten sieben Spielen) mittlerweile etwas erholt hat und auf Platz neun steht, stecken 1860 und St. Pauli mitten im Abstiegskampf. Mit nur drei Siegen sind die Kiezkicker derzeit gar Inhaber der Roten Laterne. Der letzte dreifache Punktgewinn liegt bereits über zwei Monate zurück. Die Löwen stehen mit zwei Zählern mehr nur unwesentlich besser dar. In der Rückrunde, die bereits am Dienstag beginnt, müssen sich vor allem St. Pauli und 1860 deutlich steigern, um am Ende nicht sogar den Gang in die 3. Liga antreten zu müssen. Nürnberg könnte mit einer Siegesserie unter Umständen doch noch in Aufstiegsgeschäft eingreifen.
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