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Holstein Kiel trennt sich von Cheftrainer Andre Schubert

© imago images

Einen Tag nach der 0:3-Niederlage beim 1. FC Heidenheim hat Holstein Kiel Konsequenzen gezogen und sich mit sofortiger Wirkung von Trainer André Schubert getrennt. 

Nur ein Sieg aus sechs Spielen

Diese Entscheidung sei das Ergebnis aus "intensiven Gesprächen mit dem Aufsichtsrat und dem Präsidium" zu der "aktuellen Situation" und der "Entwicklung der Mannschaft der letzten Wochen", teilten die Störche am Sonntag mit. Nach sechs Spielen steht die KSV Holstein mit lediglich fünf Zählern (ein Sieg, zwei Unentschieden) und schon drei Niederlagen auf dem drittletzten Tabellenplatz. "Die Vorbereitung und der Saisonstart liefen nicht so, wie wir es uns erhofft haben", erklärt Sport-Geschäftsführer Fabian Wohlgemuth.

Für die Entscheidung, Andre Schubert freizustellen, seien aber nicht vorrangig die durchwachsenen Ergebnisse ausschlaggebend gewesen, wie Wohlgemuth betont: "Uns war bewusst, dass es nach einem so großen personellen Umbruch nicht leicht wird, innerhalb kürzester Zeit eine homogene Einheit auf und neben dem Platz zu formen." Das Präsidium sei nach gemeinsamer Analyse der sportlichen Situation jedoch nicht mehr davon überzeugt, "dass wir in dieser Konstellation unsere Ziele erreichen können", so Wohlgemuth weiter. Bereits nach der 0:3-Niederlage in Heidenheim sprach der Sport-Geschäftsführer von einem Tiefpunkt in einer nicht länger akzeptablen sportlichen Entwicklung.

Nachfolger noch offen

Schubert, der von Drittligist Eintracht Braunschweig kam, hatte das Traineramt in Kiel erst Mitte Juni von Tim Walter übernommen, nach nur drei Monaten trennen sich die Wege nun bereits wieder. Aus den sieben Pflichtspielen unter der Leitung des 48-Jährigen gab es nur zwei Siege – darunter beim 6:0 im DFB-Pokal gegen Sechstligist FSV Salmrohr. Wer künftig auf der Trainerbank sitzen wird, steht noch nicht fest. Eine kurzfristige Nachfolgeregelung soll in den nächsten Tagen bekannt gegeben, teilten die Störche mit. Schuberts Vertrag läuft unterdessen noch bis 2021 weiter.