Holtby, Lasogga und harte Arbeit: HSV auf Platz 3

Bereits nach drei Spieltagen steht der HSV auf dem Relegationsrang – allerdings am oberen Ende der Tabelle! Der Sieg gegen den DSC Arminia Bielefeld verlangte den Hamburgern jedoch alles ab und fiel mit 3:0 deutlicher aus, als es das Spielgeschehen hergab.

Holtby denkt an Jairo

Das 3:0 gegen den DSC Arminia Bielefeld war ein ordentliches Stück Arbeit für den HSV. Lewis Holtby, der den Favoriten früh (9.) in Führung brachte, störte das allerdings nur bedingt: "Wenn ich die Wahl habe zwischen einem Spiel, in dem man über weite Strecken sensationell spielt und mit 0:3 verliert oder einer Partie, in der sich ordentliche mit unbefriedigenden Phasen abwechseln und man mit 3:0 gewinnt, dann wähle ich letzteres", so der Torschütze zum 1:0 auf der Vereinswebsite, der seinen Treffer bejubelte, indem er ein Trikot des verletzten Mannschaftskollegen Jairo Samperio in die Luft hielt: "Wir haben das Spiel vor allem für Jairo gewonnen - deshalb auch mein Jubel. Die Art und Weise, wie er sich verletzt hat, tut einem richtig leid."

Lasogga schnürt den Doppelpack

Für die weiteren Tore sorgte Pierre-Michel Lasogga – per Doppelpack (75./88.). Seinen zweiten Treffer erzielte der Stürmer per Fouelfmeter. Auch Holtby hatte kurz Ansprüche auf den Strafstoß angemeldet, aber: "Beim Elfmeter habe ich kurz mit Lewis gesprochen. Ich hatte durch mein erstes Tor Rückenwind und musste beim Schuss dann nicht lange überlegen, habe einfach draufgeschossen", so der Angreifer, der nach einem Jahr bei Leeds United wieder zum HSV zurückgekehrt war: "Wieder im Volksparkstadion zu treffen ist natürlich besonders für mich. Ich hatte immer ein gutes Verhältnis zu unseren Fans und habe ihre Unterstützung auch in den schweren Zeiten immer gespürt."

Pollersbeck mit Glück

Dass der HSV gegen starke Bielefelder nicht doch einen Treffer kassierte, hatte auch mit einem Quäntchen Glück zu tun – und dem Nichteinsatz des Videoschiedsrichters in der 2. Bundesliga: Nachdem Rick van Drongelen den Ball vertändelte und an Andreas Voglsammer verlor, griff Keeper Pollersbeck gerade so mit der Hand ein – außerhalb des Strafraums? Knapp war es in jedem Fall: "Aus meiner Sicht habe ich auf der Linie mit der Hand geklärt. Ich bin kurz bevor der Schütze geschossen hat extra nochmal in den Strafraum zurückgesprungen. Hier gibt es ja keinen Videobeweis. Das war in diesem Fall vielleicht auch mal nett“, so der Keeper. Ansonsten hätte Pollersbeck womöglich mit Rot vom Platz gemusst. So entschied der Unparteiische auf Freistoß, Pollersbeck blieb auf dem Platz und der HSV ohne Gegentor. Damit rangiert der Absteiger auf Tabellenplatz 3 hinter Union Berlin und dem 1. FC Köln. Am Samstag tritt der HSV bei Dynamo Dresden an.

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