Holtmann: "Der Stein, der uns vom Herzen gefallen ist, ist sehr groß"
Nach sechs sieglosen Spielen hat Eintracht Braunschweig am Freitagabend mit 2:1 gegen den SC Paderborn den zweiten Dreier des Jahres 2016 eingefahren. Moritz Stoppelkamp (3. Minute) brachte die Gäste früh in Front, ehe Gerrit Holtmann (29.) und Jan Hochscheidt (32.) mit einem Doppelschlag binnen drei Minuten für den Endstand, der bereits zur Halbzeitpause feststand, sorgten.
Zwei Überraschungen hatte Torsten Lieberknecht für die Löwen-Fans in seiner Aufstellung parat. Das betraf die beiden Außenpositionen in der Abwehrreihe. Zum einen agierte links der junge Niko Kijewski, der vier Tage nach seinem 20. Geburtstag sein Zweitliga-Debüt feierte. Zum anderen lief rechts erstmals Jan Hochscheidt, seines Zeichens gestandener Offensivakteur, auf. Letztere war die vom Coach angekündigte „exotische Variante“, die aus der Not heraus geboren wurde, da mit Phil Ofosu-Ayeh und Maximilian Sauer die beiden etatmäßigen Optionen verletzungsbedingt nicht zur Verfügung standen.
Mit beiden Auftritten war Lieberknecht äußerst zufrieden. Und das nicht nur, weil Jan Hochscheidt auch auf der defensiven Position seinen Torriecher nicht verlor und die Eintracht zum lang ersehnten Sieg schoss.
Eintracht dreht erstmals einen Rückstand in dieser Saison
Nach dem frühen Rückstand durch Stoppelkamp sah es danach nicht aus. Auch im Anschluss musste die Löwen-Elf noch die ein oder andere kritische Phase überstehen, in der sich Torhüter Rafal Gikiewicz auszeichnen konnte.
Dank des Doppelschlags durch Holtmanns schönen Schlenzer in den Winkel und Hochscheidts Kopfball aus kürzester Distanz gelang es den Niedersachsen zum ersten Mal in dieser Saison, einen Rückstand noch in einen Sieg umzumünzen. "Der Stein, der uns vom Herzen gefallen ist, ist sehr groß“, bekannte Torschütze Holtmann anschließend.
Entsprechend erleichtert war auch Lieberknecht, dass die Blau-Gelben nach dem erneuten „Nackenschlag“ (Lieberknecht) und den negativen Ergebnissen der letzten Wochen auf diese Art und Weise zurückgekommen sind: „Wenn man die Mannschaft heute gesehen hat, wie wir sie mit jungen Spielern aufgestellt haben, bin ich sehr zufrieden mit der Leistung.“
Am kommenden Spieltag müssen die Braunschweiger erneut am Freitagabend ran. Die Auswärtsreise zum Tabellennachbar 1. FC Heidenheim steht auf dem Plan. Ein Match zweier Mannschaften, die weder in das Aufstiegsrennen eingreifen können, noch Abstiegssorgen haben müssen.